{"id":14043,"date":"2026-10-25T08:40:56","date_gmt":"2026-10-25T07:40:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/?p=14043"},"modified":"2026-10-25T08:50:10","modified_gmt":"2026-10-25T07:50:10","slug":"rom-falstaff","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/de\/2026\/10\/25\/rom-falstaff\/","title":{"rendered":"Tutto nel mondo \u00e8 burla"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend man an der Accademia Nazionale di Santa Cecilia an einem halbszenischen \u201eSiegfried\u201c arbeitet, zeigt das Teatro dell\u2019Opera di Roma einen neuen \u201eFalstaff\u201c \u2013 vielleicht nicht zuf\u00e4llig die Oper Verdis, die dem Kompositionsstil Wagners am n\u00e4chsten kommt, n\u00e4mlich ohne jegliche Nummern. Man spricht ja gelegentlich auch von der Konversion Wagners und Verdis in dessen letzter Schaffensphase.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Tatjana G\u00fcrbaca f\u00fchrt Regie in einem recht spartanischen B\u00fchnenbild von Henrik Ahr. Er stellt eine Mischung aus grauem Betonbunker und modernistischem Kirchenbau auf die B\u00fchne. Das Ganze rotiert freudig auf der Drehb\u00fchne, ohne aber viel an Fantasie zu kreieren. Die Kost\u00fcme von Silke Willrett verm\u00f6gen mehr zu \u00fcberzeugen, wenn man von dem allzu profanen knallroten Trainingsanzug von Ford als Tennisspieler absieht. Falstaff bekommt eine \u00fcbergro\u00dfe Fell-Hose, einem kanadischen Trapper \u00e4hnelnd, mit eingelegtem und demonstrativ zur Schau gestellten Kissen-Bauch. Das bringt ihn dann in die Rolle, die er hier ja durchaus spielen soll. Das allgemein gute Licht von Stefan Bolliger kann manche Szene effektvoll aufladen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Wichtigste in dieser Optik ist die weitgehend gelungene Personenregie der Regisseurin, die alle Figuren in ein bewegtes, abwechslungsreiches Licht r\u00fcckt und dabei immer mit dem im \u201eFalstaff\u201c n\u00f6tigen Schuss Humor versieht. An der Spitze des exzellenten S\u00e4nger-Ensembles liefert Luca Salsi eine ganz spezielle und stets einnehmende Rollenstudie des alten selbstverliebten Mannes. Er beherrscht das Geschehen von Anfang bis Ende und bringt neben enormem Humor auch einige Tiefgr\u00fcndigkeit in die Rolle ein. Sein farbiger und ausdrucksstarker Bariton ist wie f\u00fcr das italienische Fach geschmiedet. Salsi ist nun einer der ganz gro\u00dfen Vertreter seiner Zunft, wie einst Renato Bruson und Piero Cappuccilli.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ganz ausgezeichnet singen und spielen Maria Agresta als Alice Ford, Carmen Artaza als Meg Page und Marina Monz\u00f2 die Nannetta, alle auch mit gro\u00dfem darstellerischem Einsatz. Die altbekannte Violeta Urmana \u2013 man erinnert sich an ihre Bayreuth-Auftritte \u2013 gibt eine k\u00f6stlich humoristische und etwas Ruhe ins lebhafte Geschehen bringende Mrs. Quickly. Ford ist mit George Petean ebenfalls erstklassig besetzt, den Fenton singt Pietro Adaini. Carlo Bosi ist Dottore Cajus, Paolo Antognetti Bardolfo und Gabriele Sagona Pistola.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Michele Mariotti dirigiert mit z\u00fcgigem Tempo und viel Verve das Orchestra del Teatro dell\u2019Opera di Roma und wei\u00df auch den Chor des Hauses, von Ciro Visco einstudiert, zu guter Entfaltung zu bringen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right wp-block-paragraph\"><em>Dr. Klaus Billand<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\u201eFalstaff\u201c (1893) \/\/ Commedia lirica von Giuseppe Verdi<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.operaroma.it\/en\/shows\/falstaff\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Infos und Termine auf der Website des Teatro dell\u2019Opera di Roma<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><span class=\"location\"> Teatro dell\u2019Opera di Roma \u2022 Falstaff<\/span><\/br> Verdis Sp\u00e4twerk fabelhaft besetzt<\/p>","protected":false},"author":12,"featured_media":14044,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_editorskit_title_hidden":false,"_editorskit_reading_time":0,"_editorskit_is_block_options_detached":false,"_editorskit_block_options_position":"{}","_eb_attr":"","footnotes":""},"categories":[34,2035],"tags":[],"class_list":["post-14043","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-rezensionen","category-rezensionen-2026-04"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14043","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/12"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14043"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14043\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14046,"href":"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14043\/revisions\/14046"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/14044"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14043"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14043"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14043"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}