{"id":5184,"date":"2021-02-28T18:56:00","date_gmt":"2021-02-28T17:56:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/?p=5184"},"modified":"2021-12-20T23:38:23","modified_gmt":"2021-12-20T22:38:23","slug":"die-letzte-primadonna","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/de\/2021\/02\/28\/die-letzte-primadonna\/","title":{"rendered":"Die letzte Primadonna"},"content":{"rendered":"<p><em>von Peter Sommeregger<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Wenn man 23 Jahre nach ihrem Tod das Ehrengrab der Sopranistin Leonie Rysanek auf dem Wiener Zentralfriedhof besucht, wird man dort \u2013 Sommer wie Winter \u2013 frische Blumen, oft auch ein brennendes Grablicht sehen k\u00f6nnen. \u201eDie Rysanek\u201c oder auch nur \u201eLeonie\u201c genannte K\u00fcnstlerin hat sich in ihrer Heimatstadt einen Ruhm und eine Beliebtheit erworben, an der auch ihr Tod im Jahr 1998 kaum etwas \u00e4nderte.<\/p>\n\n\n\n<p>Die am 14. November 1926 geborene Rysanek war Wienerin durch und durch \u2013 dass sie aus einer urspr\u00fcnglich tschechischen Familie stammte, ist bekanntlich gute wienerische Tradition. Die Br\u00fcder fielen im Zweiten Weltkrieg, alle Hoffnungen der Eltern ruhten auf Leonie und ihrer \u00e4lteren Schwester Lotte. Beide zeigten fr\u00fch musikalisches Talent und begannen nach dem Krieg ein Gesangsstudium an der Wiener Musikakademie bei Bariton Rudolf Gro\u00dfmann, den die blutjunge Leonie trotz gro\u00dfen Altersunterschiedes auch heiratete. Er begleitete sie zu ersten Engagements an das Landestheater Innsbruck, wo sie 1949 als Agathe im \u201eFreisch\u00fctz\u201c deb\u00fctierte, und an das Saarbr\u00fccker Opernhaus.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p style=\"font-size:22px\"><strong>Der Beginn einer Weltkarriere<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein entscheidender Karriereschritt gelang ihr 1951 als Sieglinde in Bayreuth, als Wieland Wagner sie f\u00fcr die ersten Festspiele nach dem Krieg engagierte und damit schlagartig ber\u00fchmt machte. Der gro\u00df dimensionierte Sopran der Rysanek, im Timbre unverwechselbar, entfaltete in der H\u00f6he eine Durchschlagskraft und ein Leuchten, das zu ihrem Markenzeichen werden sollte. Die Sieglinde blieb eine ihrer wichtigsten und erfolgreichsten Partien \u2013 und auch das darauffolgende Engagement an der Bayerischen Staatsoper wurde ein gro\u00dfer Erfolg. Die Rysanek gl\u00e4nzte im jugendlich dramatischen Repertoire zwischen Wagner, Richard Strauss, Verdi und Puccini. Herausragend: Ihre Helena in der \u201e\u00c4gyptischen Helena\u201c von Richard Strauss \u2013 eine Auff\u00fchrung aus dem M\u00fcnchner Prinzregententheater, die bis heute auf CD nachzuh\u00f6ren ist. Als die Wiener Staatsoper 1955 ihr wieder aufgebautes Haus an der Ringstra\u00dfe er\u00f6ffnete, war Leonie Rysanek bereits f\u00fcr das Ensemble engagiert. Mit der Kaiserin in Strauss\u2019 \u201eFrau ohne Schatten\u201c fand sie 1955 ihre Lieblingsrolle und eroberte sich bereits in den ersten Wiener Jahren die Gunst des anspruchsvollen Wiener Publikums im Sturm. Es sollte eine lebenslange Liebesbeziehung bleiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Die f\u00fcnfziger Jahre kann man auch insgesamt als Beginn ihrer gro\u00dfen Karriere bezeichnen. Leonie Rysanek gastierte an gro\u00dfen europ\u00e4ischen Opernh\u00e4usern, Dirigenten vom Rang eines Herbert von Karajan und Karl B\u00f6hm hatten sie l\u00e4ngst f\u00fcr sich entdeckt. Es schien sich abzuzeichnen, dass die Opernh\u00e4user von Wien und M\u00fcnchen die Fixpunkte ihrer T\u00e4tigkeit bilden w\u00fcrden. Da \u00f6ffnete sich mit einem Vertrag der Oper von San Francisco die lukrative US-amerikanische Schiene. Schnell avancierte sie auch dort zum Publikumsliebling, stand in San Francisco als Senta, Sieglinde und Aida auf der B\u00fchne. Zur Spielzeiter\u00f6ffnung 1957\/58 sang sie eine der wenigen Male die Turandot und erhielt eine bedeutungsvolle Chance, als sie nach einer Absage von Maria Callas die Lady Macbeth \u00fcbernahm. Diese Partie sagte die Callas dann auch an der New Yorker Met ab, und so wurde aus dem schon geplanten Met-Deb\u00fct der Rysanek eine Lady Macbeth anstelle einer Aida. F\u00fcr nahezu drei Jahrzehnte war Leonie Rysanek ab diesem Zeitpunkt eine der beliebtesten S\u00e4ngerinnen der New Yorker Metropolitan Opera \u2013 und Ende der f\u00fcnfziger Jahre eine der gefragtesten S\u00e4ngerinnen weltweit.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p style=\"font-size:22px\"><strong>Erfolge und R\u00fcckschl\u00e4ge<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Druck dieses Erfolgs kulminierte im Sommer 1959 nach einer \u201eAriadne\u201c-Premiere in M\u00fcnchen in einem gesundheitlichen Zusammenbruch. Die Saison in San Francisco musste abgesagt werden, um eine notwendige Ruhepause einzuhalten. Am 7. Dezember 1959 war sie zur\u00fcck und nun endg\u00fcltig an der Weltspitze angekommen \u2013 zehn Jahre nach ihrem Innsbrucker Deb\u00fct zur Er\u00f6ffnung der Mail\u00e4nder Scala als Desdemona an der Seite Mario del Monacos.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Oktober 1960 f\u00fcgte sie an der Met mit der gef\u00fcrchteten Partie der Abigaille in Verdis \u201eNabucco\u201c ihrem Repertoire eine weitere Rolle hinzu, von der sie sich aber aus Sorge um ihre Stimme bald wieder verabschiedete. Erneut stellte sich eine Nervenkrise ein, die sie zu einer etwa sechsmonatigen Pause zwang. In den fr\u00fchen sechziger Jahren pendelte sich die Zahl der j\u00e4hrlichen Auftritte bei knapp 50 ein, eine weise Beschr\u00e4nkung. Die Intensit\u00e4t ihrer Rollenportr\u00e4ts machten die Rysanek zu einer Ausnahmeerscheinung im internationalen Opernbetrieb. Die Leidenschaft ihrer Tosca etwa lie\u00df ihre Partner als Scarpia um Leib und Leben f\u00fcrchten, so sehr identifizierte sie sich mit der Rolle.<\/p>\n\n\n\n<p>Hervorzuheben ist auch ihr Erfolg als Kaiserin in einer neuen \u201eFrau ohne Schatten\u201c, die Herbert von Karajan 1964 zum 100. Geburtstag von Richard Strauss in Wien dirigierte. Mitte der sechziger Jahre war sie dar\u00fcber hinaus auch wieder regelm\u00e4\u00dfiger Gast in Bayreuth und konnte in Wieland Wagners letzter \u201eRing\u201c-Inszenierung ihren Triumph als Sieglinde von 1951 wiederholen. Leider verhinderte sein pl\u00f6tzlicher Tod ein Rollendeb\u00fct als Isolde, au\u00dfer dem \u201eLiebestod\u201c in einigen Konzerten hat die Rysanek diese Rolle bedauerlicherweise nie gesungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Jahr 1968 markierte einen privaten Neubeginn. Nach der Scheidung von Rudolf Gro\u00dfmann heiratete sie den Journalisten und Musikwissenschaftler Ernst Ludwig \u201eElu\u201c Gausmann, der seine Ehefrau von da an managte. Sie erweiterte ihr Repertoire um die Milada in Smetanas \u201eDalibor\u201c, ein weiteres Rollendeb\u00fct als Salome erfolgte in M\u00fcnchen. Sp\u00e4ter feierte sie auch in Wien und an der Metropolitan Opera Erfolge mit dieser Rolle. Mit Cherubinis \u201eMedea\u201c in Wien und Ponchiellis \u201eLa Gioconda\u201c in Berlin nahm die Rysanek dazu zwei Glanzrollen von Maria Callas in ihr Repertoire auf.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p style=\"font-size:22px\"><strong>Langsamer Abschied<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Fr\u00fchling 1981 sang sie zum ersten und einzigen Mal die Elektra \u2013 in einem Film von G\u00f6tz Friedrich mit Karl B\u00f6hm am Pult \u2013 und reihte sich mit nur einer einzigen Produktion eindrucksvoll in die Reihe gro\u00dfer Interpretinnen dieser Partie ein. 1982 folgte die Kundry im \u201eParsifal\u201c unter James Levine in Bayreuth. Im Februar 1984 feierte die New Yorker Met ihren Star mit einer triumphalen Gala zum 25-j\u00e4hrigen Hausjubil\u00e4um. Ab 1985 erweiterte sie ihr Repertoire um die Charakterrolle der K\u00fcsterin in Jan\u00e1\u010deks \u201eJen\u016ffa\u201c, sp\u00e4ter folgte noch die Kabanicha aus \u201eK\u00e1\u0165a Kabanov\u00e1\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Es war die Zeit des langsamen Abschieds von ihren Glanzrollen, die Rysanek wechselte von der Salome zur Herodias, von der Chrysothemis zur Klyt\u00e4mnestra. Sie sang die Gr\u00e4fin in Tschaikowskis \u201ePique Dame\u201c und setzte ihre internationale Karriere nicht zuletzt durch eine kluge Auswahl ihrer Partien ungebrochen fort. Im Alter von 70 Jahren erst nahm sie von der B\u00fchne Abschied \u2013 an der Met als Gr\u00e4fin, in Salzburg letztmalig als Klytemn\u00e4stra. Leider verstarb sie nur wenige Monate sp\u00e4ter, am 7. M\u00e4rz 1998, in Wien an einem Krebsleiden.<\/p>\n\n\n\n<p>Um Leonie Rysaneks Karriere zu w\u00fcrdigen und aus heutiger Sicht richtig einzuordnen, muss man bedenken, dass diese Laufbahn nicht ann\u00e4hernd so stark von den Medien unterst\u00fctzt wurde wie heutige Karrieren. Ihre Wirkung, ihren Ruhm erwarb sie sich ausschlie\u00dflich durch Auftritte, die durch ihr Charisma und ihre darstellerische Intensit\u00e4t zum Ereignis wurden. Sie war wohl die letzte Primadonna, die ohne Agentur, ohne medienwirksame TV-Auftritte und \u00fcber weite Strecken auch ohne Schallplatten-Einspielungen ihren internationalen Ruhm \u00fcber Jahrzehnte erhalten konnte.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:40px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignwide size-large\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"390\" src=\"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Rysanek_CDs.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5209\" srcset=\"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Rysanek_CDs.jpg 1000w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Rysanek_CDs-300x117.jpg 300w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Rysanek_CDs-768x300.jpg 768w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Rysanek_CDs-500x195.jpg 500w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Rysanek_CDs-800x312.jpg 800w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Rysanek_CDs-870x339.jpg 870w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Rysanek_CDs-600x234.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"font-oregano wp-block-heading\" style=\"font-size:40px\">Diskographie<\/h3>\n\n\n\n<p>Vor allem die fr\u00fchen Jahre von Leonie Rysaneks Karriere sind auf Schallplatte dokumentiert. Unter Ferenc Fricsay sang sie die Leonore im \u201eFidelio\u201c, Karl B\u00f6hm w\u00e4hlte sie als Kaiserin f\u00fcr die allererste Plattenaufnahme der \u201eFrau ohne Schatten\u201c. Furtw\u00e4ngler spielte mit ihr als Sieglinde die \u201eWalk\u00fcre\u201c ein, in dieser Rolle ist sie auch unter Karl B\u00f6hm in seinem Bayreuther \u201eRing\u201c von 1965 zu h\u00f6ren. Studioaufnahmen von \u201eAriadne auf Naxos\u201c, dem \u201eFliegenden Holl\u00e4nder\u201c, von Verdis \u201eMacbeth\u201c und \u201eOtello\u201c entstanden in Wien, New York, London und Rom. In sp\u00e4teren Jahren zeigte sie sich unzufrieden mit der Art und Weise, wie komplette Opern aufgenommen wurden, und lehnte weitere Plattenvertr\u00e4ge ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Gro\u00dfteil der Diskographie der S\u00e4ngerin besteht daher aus Live-Mitschnitten, die ihrem Temperament und ihrer B\u00fchnenpr\u00e4senz ohnehin viel eher gerecht werden. Manche dieser Mitschnitte erschienen bei offiziellen Labels, wie ihre Salome, Medea und K\u00fcsterin. Daneben kursieren auf dem Graumarkt Dutzende von Auftritten an den verschiedensten Opernh\u00e4usern. Filmdokumente mit der Rysanek sind dagegen leider eher d\u00fcnn ges\u00e4t, au\u00dfer dem \u201eElektra\u201c-Film hat sich wenig erhalten. F\u00fcr jeden, der sie auf der B\u00fchne noch erleben durfte, bleibt sie zweifellos unvergesslich!<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Hommage an Leonie Rysanek<\/p>","protected":false},"author":12,"featured_media":5210,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"tpgb_global_settings":"","_editorskit_title_hidden":false,"_editorskit_reading_time":5,"_editorskit_is_block_options_detached":false,"_editorskit_block_options_position":"{}","_eb_attr":"","footnotes":""},"categories":[86,578],"tags":[273,657,656,650,651,647,645,655,654,653,480,422,425,426,646,648,652,649,140],"class_list":["post-5184","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-beitraege","category-beitraege-2021-02","tag-bayerische-staatsoper","tag-ferenc-fricsay","tag-goetz-friedrich","tag-herbert-von-karajan","tag-karl-boehm","tag-landestheater-innsbruck","tag-leonie-rysanek","tag-maria-callas","tag-mario-del-monaco","tag-metropolitan-opera","tag-musiktheater","tag-oper","tag-orpheus","tag-orpheus-magazin","tag-peter-sommeregger","tag-saarlaendisches-staatstheater","tag-san-francisco-opera","tag-wieland-wagner","tag-wiener-staatsoper"],"tpgb_featured_images":{"full":["https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/h_00265006_quer.jpg",1920,1080,false],"tp-image-grid":["https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/h_00265006_quer-700x700.jpg",700,700,true],"thumbnail":["https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/h_00265006_quer-600x169.jpg",600,169,true],"medium":["https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/h_00265006_quer-1200x675.jpg",1200,675,true],"medium_large":["https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/h_00265006_quer-768x432.jpg",600,338,true],"large":["https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/h_00265006_quer-1024x576.jpg",600,338,true],"default":"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/plugins\/the-plus-addons-for-block-editor\/assets\/images\/tpgb-placeholder.jpg"},"tpgb_post_meta_info":{"get_date":"28. 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Francisco Opera\"  class=\"post_tag-san-francisco-opera\">San Francisco Opera<\/a> <a href=\"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/de\/tag\/wieland-wagner\/\" alt=\"Wieland Wagner\"  class=\"post_tag-wieland-wagner\">Wieland Wagner<\/a> <a href=\"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/de\/tag\/wiener-staatsoper\/\" alt=\"Wiener Staatsoper\"  class=\"post_tag-wiener-staatsoper\">Wiener Staatsoper<\/a> 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