{"id":6335,"date":"2021-06-30T12:39:00","date_gmt":"2021-06-30T10:39:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/?p=6335"},"modified":"2021-07-02T20:05:44","modified_gmt":"2021-07-02T18:05:44","slug":"kudamm-56","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/de\/2021\/06\/30\/kudamm-56\/","title":{"rendered":"Ku&#8217;damm 56"},"content":{"rendered":"<p>Ein neues Projekt von UFA Fiction und BMG wirft in Berlin seine Schatten voraus, die Produktionsfirma Stage Entertainment stellt das Theater des Westens zur Verf\u00fcgung \u2013 geplante Premiere ist im November. <\/p>\n\n\n\n<p><em>von Claus-Ulrich Heinke<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>\u201eIch habe noch nie in meinem Leben so schnell Ja gesagt. Ich kann das richtig schnell, wenn\u2019s drauf ankommt\u201c, lacht \u00adPeter Plate. Das \u201eJa\u201c war seine Antwort auf die Anfrage, ob er zuf\u00e4llig Lust habe, f\u00fcr ein neues Musical mit dem Titel \u201eKu\u2019damm 56\u201c die Musik zu schreiben. Gemeinsam mit seinem Freund Ulf Leo Sommer verpasste er keine Folge der gleichnamigen ZDF-Serie. \u201eUlf und ich waren Riesenfans und haben die wirklich \u201agesuchtet\u2018, wie die jungen Leute heutzutage sagen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Seit 2016 lockten drei Staffeln rund um eine Berliner Familiengeschichte zwischen 1956 und 1963 Millionen Menschen vor den Bildschirm. Im Mittelpunkt des Geschehens steht die Tanzschule \u00adSch\u00f6llack am Ku\u2019damm, in der Mutter Caterina ein strenges, immer nach Perfektion strebendes Regiment f\u00fchrt. Auch ihre drei T\u00f6chter Eva, Helga und Monika versucht sie zu lenken \u2013 m\u00f6glichst in den Hafen der Ehe. Das gelingt nur bedingt, denn alle drei arbeiten sich mit viel Psychodynamik heraus aus der m\u00fctterlichen Dominanz und dem Muff der f\u00fcnfziger Jahre. Bei Monika, fast widerwillig verheiratet mit dem schwerst-neurotischen Fabrikantensohn Joachim Franck, spielt dabei die Begegnung mit dem KZ-\u00dcberlebenden Freddy Donath die entscheidende Rolle. Der ist Musiker und bricht mit Rock \u2019n\u2019 Roll-Musik aus den engen Schranken des damaligen Lebens und den Traumata seiner Seele aus. Die zweite Tochter Helga muss erkennen, dass ihr Mann, der Staatsanwalt \u00adWolfgang von Boost, schwul ist. Sie befreit sich auch durch eine Aff\u00e4re mit Tangolehrer Amando Cortez aus dieser Ehe. Eva, \u00e4hnlich pragmatisch wie ihre Mutter, erreicht ihr Ziel eigener Unabh\u00e4ngigkeit durch die k\u00fchl kalkulierte Verbindung mit dem sehr viel \u00e4lteren Chefarzt Prof. Dr. J\u00fcrgen Fassbender. Innerhalb dieses Geflechts famili\u00e4rer Auseinandersetzungen gelingt es der Serie vor dem Hintergrund damaliger gesellschaftspolitischer Entwicklungen, reale Zeitgeschichte mit einer spannenden Familiengeschichte zu durchleuchten.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/KUDAMM_2021-Berlin_Plakatujet-Kopie-724x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6341\" width=\"431\" height=\"609\" srcset=\"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/KUDAMM_2021-Berlin_Plakatujet-Kopie-724x1024.jpg 724w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/KUDAMM_2021-Berlin_Plakatujet-Kopie-212x300.jpg 212w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/KUDAMM_2021-Berlin_Plakatujet-Kopie-768x1086.jpg 768w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/KUDAMM_2021-Berlin_Plakatujet-Kopie-1087x1536.jpg 1087w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/KUDAMM_2021-Berlin_Plakatujet-Kopie-500x707.jpg 500w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/KUDAMM_2021-Berlin_Plakatujet-Kopie-800x1131.jpg 800w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/KUDAMM_2021-Berlin_Plakatujet-Kopie-1280x1809.jpg 1280w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/KUDAMM_2021-Berlin_Plakatujet-Kopie-870x1230.jpg 870w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/KUDAMM_2021-Berlin_Plakatujet-Kopie-600x848.jpg 600w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/KUDAMM_2021-Berlin_Plakatujet-Kopie.jpg 1415w\" sizes=\"(max-width: 431px) 100vw, 431px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Der Erfolg des Sujets hat mehrere Gr\u00fcnde. Viele Zuschauerinnen und Zuschauer erkennen die eigene Geschichte wieder, die von guten Schauspielerinnen und Schauspielern in den unterschiedlichen Charakteren \u00fcberzeugend vermittelt und durch eine gekonnte Regie auf Basis des \u00fcberzeugenden Drehbuchs von \u00adAnnette Hess glaubhaft erz\u00e4hlt wird. Es geh\u00f6rt zu den herausragenden F\u00e4higkeiten dieser preisgekr\u00f6nten Autorin, authentische Geschichten mit glaubhaften Menschen zu erz\u00e4hlen. \u201eBei der Hauptfigur Monika wurden Erz\u00e4hlungen meiner Mutter \u00fcber die Tochter einer Freundin lebendig. Und das Wesen der Tanzschul-Chefin \u00adCaterina Sch\u00f6llack, der strengen Mutter von \u00adMonika, Helga und Eva, spiegelt Erinnerungen an meine Oma wider, deren Pers\u00f6nlichkeit vom Krieg und der Zeit danach hart geformt wurde.\u201c<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p style=\"font-size:22px\"><strong>\u00bbDas Eindampfen hat mir Spa\u00df gemacht<\/strong>\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Was im Film funktionierte, soll nun auch als \u201eKu\u2019damm 56 \u2013 Das Musical\u201c auf der B\u00fchne Erfolg haben. Auch hier stammt das Buch von Annette Hess. \u201eDer Vorschlag der UFA gefiel mir sehr. Denn schon beim Schreiben des Drehbuches dachte ich, dass sich die Geschichte auch f\u00fcr ein Musical eignen k\u00f6nnte\u201c, meint sie. Obwohl sie Musicals eigentlich gar nicht mag, wie sie lachend gesteht.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Bann wird zum Gl\u00fcck gebrochen, als sie zur Vorbereitung mit den beiden Musikern Peter Plate und Ulf Leo Sommer die Musicalszene im Londoner Westend durchstreift. \u201eBesonders das St\u00fcck \u201aEvery\u00adbody\u2019s Talking About Jamie\u2018 machte mir klar: Man kann auch im Musical Geschichten differenziert und mit Tiefgang erz\u00e4hlen und gleichzeitig unterhaltsam sein.\u201c (Zur Orientierung: Das Erfolgsmusical erz\u00e4hlt vom Coming-out eines 16-J\u00e4hrigen als Dragqueen.) Wie aber macht man aus 300 Seiten Drehbuch ein Musical-Libretto von 80 Seiten? \u201eDas Eindampfen hat mir Spa\u00df gemacht. Das kenne ich auch aus der Filmarbeit. Schwieriger war es, so zu schreiben, dass Leute auch ohne Kenntnis der TV-Serie das St\u00fcck verstehen.\u201c Vollkommen neu ist f\u00fcr sie, wie unmittelbar ein Text beim Schreiben f\u00fcr die B\u00fchne auf der Probe umgesetzt, ausprobiert und eventuell rasch ver\u00e4ndert werden kann. \u201eDieses \u201aworking in progress\u2018 mit den Darstellern ist eine spannende Erfahrung, die ich sch\u00e4tze\u201c, berichtet die Autorin von der fr\u00fchen Phase, als der Entwurf f\u00fcr das Musical entstand und noch vor dem ersten Lockdown Ende 2019 vor ca. 150 Menschen erstmals ausprobiert wurde.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignwide size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"541\" src=\"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Peter-Plate-Ulf-Leo-Sommer-PR2-Fotocredit-Olaf-Blecker-Kopie-1024x541.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6339\" srcset=\"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Peter-Plate-Ulf-Leo-Sommer-PR2-Fotocredit-Olaf-Blecker-Kopie-1024x541.jpg 1024w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Peter-Plate-Ulf-Leo-Sommer-PR2-Fotocredit-Olaf-Blecker-Kopie-300x158.jpg 300w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Peter-Plate-Ulf-Leo-Sommer-PR2-Fotocredit-Olaf-Blecker-Kopie-768x406.jpg 768w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Peter-Plate-Ulf-Leo-Sommer-PR2-Fotocredit-Olaf-Blecker-Kopie-500x264.jpg 500w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Peter-Plate-Ulf-Leo-Sommer-PR2-Fotocredit-Olaf-Blecker-Kopie-800x422.jpg 800w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Peter-Plate-Ulf-Leo-Sommer-PR2-Fotocredit-Olaf-Blecker-Kopie-1280x676.jpg 1280w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Peter-Plate-Ulf-Leo-Sommer-PR2-Fotocredit-Olaf-Blecker-Kopie-870x459.jpg 870w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Peter-Plate-Ulf-Leo-Sommer-PR2-Fotocredit-Olaf-Blecker-Kopie-600x317.jpg 600w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Peter-Plate-Ulf-Leo-Sommer-PR2-Fotocredit-Olaf-Blecker-Kopie.jpg 1500w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Ulf Leo Sommer und Peter Plate (Foto Olaf Blecker)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Die in ihrer Vielschichtigkeit authentischen Pers\u00f6nlichkeiten der TV-Geschichte bleiben auch in der musikalischen Fassung erhalten. So wird man das schmerzvolle Coming-out des schwulen Juristen erleben, teilhaben am Vater-Sohn-Konflikt des Fabrikantensohnes und mitbekommen, wie explosiv es sein kann, damals als Rock \u2019n\u2019 Roll-Musiker zu leben.<\/p>\n\n\n\n<p>Das alles gef\u00e4llt auch Regisseur Christoph Drewitz. Er wurde f\u00fcr dieses Projekt verpflichtet und hat bereits Musicals wie \u201eFack ju G\u00f6the\u201c, \u201eRocky\u201c, \u201eGhost\u201c oder auch \u201eThe Last Five Years\u201c seine erfolgreiche Handschrift verliehen. Mit seiner Arbeit an \u201eKu\u2019damm 56\u201c m\u00f6chte er einen Bezug zur Gegenwart herstellen: \u201eWo sind heute die Br\u00fcche zwischen den Generationen und was treibt heute junge Leute um?\u201c Vor allem die Songs sollen diese Verbindung schaffen, f\u00fcr die Peter Plate die Texte schreibt und sie gemeinsam mit Ulf Leo Sommer vertont. \u201ePeter Plate ist ein begnadeter Texter\u201c, lobt Annette Hess. \u201eEr nimmt den Fluss meines verfassten Dialogs sensibel auf und l\u00e4sst sich davon f\u00fcr die Songs inspirieren.\u201c \u201eEs ist im Prinzip unsere Interpretation der F\u00fcnfziger\u201c, erg\u00e4nzt Teampartner Ulf Leo Sommer. \u201eMan wird immer unsere Handschrift h\u00f6ren.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>In die Arbeit am neuen Musical werden auch Erfahrungen einflie\u00dfen, die der K\u00fcnstler und Produzent Peter Plate gemeinsam mit S\u00e4ngerin AnNa R. als Deutschpop-Duo \u201eRosenstolz\u201c sammelte. Die Zusammenarbeit mit Max Raabe, DJ \u00d6tzi, Michelle und Sarah \u00adConnor ist ebenfalls ein wertvoller Hintergrund f\u00fcr die neue Herausforderung, die beide Musiker auch als kreative Chance empfinden: \u201eDas Sch\u00f6ne an einem Musical: Wir sind nicht in das Zweieinhalb-Minuten-Format eingezw\u00e4ngt, sondern k\u00f6nnen uns austoben. Bei \u201aKu\u2019damm 56\u2018 trifft auch Rumba auf Rock \u2019n\u2019 Roll<br>\u2013 \u00adalles unter dem Obertitel Popmusik. Wir f\u00fchlen uns freier, wenn wir so eine Musik machen d\u00fcrfen.\u201c Begeistert erz\u00e4hlt \u00adPlate, dass dieses Musical der Stoff ist, auf den Sommer und er gewartet haben \u2013 ihn reizen die Themen der Geschichte. \u201eWas ist passiert mit der Generation nach dem Zweiten Weltkrieg? Warum sagte meine Mutter \u2013 Jahrgang 1946 \u2013 sie k\u00f6nne mit den Gro\u00dfeltern nicht reden? Mich interessieren aber auch die Generationskonflikte, die es immer geben wird.\u201c<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"964\" src=\"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/kudamm172-Fotocredit-Jordana-Schramm-1024x964.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6340\" srcset=\"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/kudamm172-Fotocredit-Jordana-Schramm-1024x964.jpg 1024w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/kudamm172-Fotocredit-Jordana-Schramm-300x282.jpg 300w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/kudamm172-Fotocredit-Jordana-Schramm-768x723.jpg 768w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/kudamm172-Fotocredit-Jordana-Schramm-500x471.jpg 500w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/kudamm172-Fotocredit-Jordana-Schramm-800x753.jpg 800w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/kudamm172-Fotocredit-Jordana-Schramm-1280x1205.jpg 1280w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/kudamm172-Fotocredit-Jordana-Schramm-870x819.jpg 870w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/kudamm172-Fotocredit-Jordana-Schramm-600x565.jpg 600w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/kudamm172-Fotocredit-Jordana-Schramm.jpg 1500w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>David Jakobs und Sandra Leitner als Freddy und Monika (Foto Jordana Schramm)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p style=\"font-size:22px\"><strong>Von Rock \u2019n\u2019 Roll bis Hip-Hop \u2013 nach den Sternen greifen!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In den f\u00fcnfziger Jahren spielte dabei der Rock \u2019n\u2019 Roll eine entscheidende Rolle. Sp\u00e4ter ist es dann Hip-Hop oder Techno-Musik, wobei jetzt im Vorfeld noch nicht verraten wird, ob diese Musik auch im Musical eine Rolle spielen wird. Lediglich einen Song hat man quasi als \u201eAppetith\u00e4ppchen\u201c vorab ver\u00f6ffentlicht \u2013 er soll die Titelmelodie des neuen Musicals werden und tr\u00e4gt deutlich erkennbar die Handschrift von Plate und Sommer: \u201eBerlin, Berlin, du meine Braut \u2026\u201c. Die verraten dann aber doch noch ein wenig mehr: \u201eWir haben versucht, dass dieser Generationenkonflikt, der ja eigentlich die \u201ahook\u2018 ist vom St\u00fcck, auch in der Musik r\u00fcberkommt. Die \u00e4ltere Generation ist ein bisschen konservativer in den F\u00fcnfzigern verankert und operettenm\u00e4\u00dfig. Die Mutter zum Beispiel hat meine Lieblingsnummer im St\u00fcck, sie hei\u00dft \u201aFr\u00fcher\u2018 und ist eine gro\u00dfe Opernnummer. Dagegen dann Monika, Joachim, Wolfgang und die Schwestern \u2013 die sind eher poppiger von der Stimme.\u201c Und dann kommt Plate ins Schw\u00e4rmen: \u201eMeine Lieblingsfigur ist Mutter Caterina. Ein ziemliches Biest, aber da ist so viel Leid und auch so viel Humor in der Rolle. Immer, wenn Caterina auf der Szene ist, geht mein Herz auf \u2013 das war schon in der Serie so.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Das Kreativteam versichert, dass auch gro\u00dfe getanzte Rock \u2019n\u2019 Roll-Nummern zum Musical geh\u00f6ren werden. Hier ist der Produktion ein hochkar\u00e4tiger Coup gelungen: Der zuletzt mit den Elton-John-Musical \u201eRocketman\u201c erfolgreiche Londoner Choreograf Adam Murray kommt an die Spree, um den \u201eKu\u2019damm 56\u201c-Cast in Bewegung zu bringen. Nicht ohne Stolz meint Ulf Leo \u00adSommer: \u201eWir haben \u201aRocketman\u2018 gesehen und hatten dann den gro\u00dfen Wunsch, Adam Murray zu kontaktieren und zu fragen, ob er nicht vielleicht auch f\u00fcr uns die Choreografien macht. Wir schrieben ihm eine E-Mail und dachten, da kommt bestimmt nicht mal eine Antwort. Zwei Tage sp\u00e4ter war sie dann tats\u00e4chlich schon da: \u201aIch habe Lust dazu. Ich w\u00fcrde Euch gern mal treffen.\u2018 Da haben wir gelernt: Man muss einfach manchmal nach den Sternen greifen, dann passiert das Unm\u00f6g\u00adliche. Und jetzt ist Adam dabei.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Bleibt noch zu erw\u00e4hnen, dass f\u00fcr die Hauptrolle der Monika Sch\u00f6llack mit Sandra Leitner eine bereits erfolgreiche Newcomerin gewonnen werden konnte \u2013 und Musicalstar David Jakobs ihren Partner Freddy spielen wird. Die Premiere ist f\u00fcr 28. November 2021 geplant. Danach soll \u201eKu\u2019damm 56 \u2013 Das Musical\u201c bis 24. April 2022 im Theater des Westens zu sehen sein.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><a aria-label=\"Weitere Infos und Tickets (opens in a new tab)\" href=\"http:\/\/www.stage-entertainment.de\/musicals-shows\/kudamm-56-berlin\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" class=\"ek-link\">Weitere Infos und Tickets auf der Website von Stage Entertainment<\/a><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:80px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile has-media-on-the-top has-background\" style=\"background-color:#f6f6f6\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-large-font-size\"><strong><strong>Dieser Artikel ist eine Leseprobe aus unserer Ausgabe Juli\/August 2021<\/strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/de\/product\/print-ausgabe-04-2021\/\" target=\"_blank\" aria-label=\"Print-Ausgabe bestellen (opens in a new tab)\" rel=\"noreferrer noopener\" class=\"ek-link\">Print-Ausgabe bestellen<\/a><\/strong> | <strong><a href=\"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/de\/product\/pdf-ausgabe-04-2021\/\" target=\"_blank\" aria-label=\"PDF-Ausgabe bestellen (opens in a new tab)\" rel=\"noreferrer noopener\" class=\"ek-link\">PDF-Ausgabe bestellen<\/a><\/strong><\/p>\n<\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine ZDF-Erfolgsserie wird zum Musical<\/p>","protected":false},"author":14,"featured_media":6338,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"tpgb_global_settings":"","_editorskit_title_hidden":false,"_editorskit_reading_time":6,"_editorskit_is_block_options_detached":false,"_editorskit_block_options_position":"{}","_eb_attr":"","footnotes":""},"categories":[86,1348],"tags":[],"class_list":["post-6335","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-beitraege","category-beitraege-2021-04"],"tpgb_featured_images":{"full":["https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/kudamm24-Fotocredit-Jordana-Schramm.jpg",1500,843,false],"tp-image-grid":["https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/kudamm24-Fotocredit-Jordana-Schramm.jpg",700,393,false],"thumbnail":["https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/kudamm24-Fotocredit-Jordana-Schramm-150x150.jpg",150,150,true],"medium":["https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/kudamm24-Fotocredit-Jordana-Schramm-300x169.jpg",300,169,true],"medium_large":["https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/kudamm24-Fotocredit-Jordana-Schramm-768x432.jpg",600,338,true],"large":["https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/kudamm24-Fotocredit-Jordana-Schramm-1024x575.jpg",600,337,true],"default":"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/plugins\/the-plus-addons-for-block-editor\/assets\/images\/tpgb-placeholder.jpg"},"tpgb_post_meta_info":{"get_date":"30. 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