{"id":6540,"date":"2021-08-31T12:54:00","date_gmt":"2021-08-31T10:54:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/?p=6540"},"modified":"2021-08-31T13:07:26","modified_gmt":"2021-08-31T11:07:26","slug":"pionier-im-schatten-grosser-meister","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/de\/2021\/08\/31\/pionier-im-schatten-grosser-meister\/","title":{"rendered":"Pionier im Schatten gro\u00dfer Meister"},"content":{"rendered":"<p><em>von Maike Graf<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Am 27. September denken wir einmal ganz fest an den Komponisten, der sein f\u00fcnftes Kind nach der Titelheldin von Wagners \u201eFliegendem Holl\u00e4nder\u201c Senta nennt, wenige Monate nachdem er das Werk zum ersten Mal in Bayreuth sieht. Vielleicht w\u00fcrde Humperdinck auch ein ganzes Gedenkjahr gerecht werden, ist er doch der Erfinder jener Sprechnotenschrift, f\u00fcr die dann sp\u00e4ter \u00adArnold Sch\u00f6nberg als revolution\u00e4r gefeiert wird. F\u00fcr sein \u201egebundenes Melodram\u201c notiert Humperdinck bereits jene Kreuzchen an den Notenh\u00e4lsen, die die Sprech\u00adh\u00f6he angeben.<\/p>\n\n\n\n<p>In den letzten 30 Jahren wird in Wissenschaft und Musik mit sehr viel Leidenschaft versucht, das m\u00e4rchenverkl\u00e4rte Bild von Engelbert Humperdinck realistischer zu zeichnen. Lange f\u00fchrt die Feder dabei seine Enkelin Eva Humperdinck, dieses Jahr wird sein Schaffen neu beleuchtet von Biograf Matthias Corvin. Zum 100. Todestag wollen auch wir uns an einige von Humperdincks musiktheatralen Kompositionen erinnern.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size\"><strong>Der \u201eParsifal\u201c-Effekt und eine Frage der Ehre<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eine von Humperdincks ersten Kompositionen f\u00fcr die Opernb\u00fchne ist eine kleine Erweiterung der Verwandlungsmusik im ersten Akt von Wagners \u00ad\u201eParsifal\u201c, die der 28-J\u00e4hrige seinem Meister schreibt, um dessen Umbauvision zu erm\u00f6glichen. Nein, es m\u00fcssen keine Urheberrechte auf den Produktionsassistenten \u00adHumperdinck \u00fcbertragen werden, der an einem Steingraeber-\u00adFl\u00fcgel die Skizzen Wagners abschreibt und f\u00fcr den Druck pr\u00e4pariert. Aber dass diese \u201eParsifal-Flicke\u201c tats\u00e4chlich den Bayreuther Orchestergraben erreicht, ist f\u00fcr \u00adHumperdinck der \u201eh\u00f6chste Preis in der Komposition\u201c, obwohl er sogar durch das Mozart- und Meyerbeer-\u00adStipendium gef\u00f6rdert wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch diesen Moment ist Humperdinck f\u00fcr immer mit dem Namen Wagners verbunden. Schon zu seinen Lebzeiten kommt die Rezeption nicht ohne die Wagner-Verweise aus. Und nat\u00fcrlich ist diese verbissene Suche nach Parallelen zwischen dem Wagner-Epigonen und seinem Meister nicht nur naheliegend, sondern auch gerechtfertigt. Wer sucht, der findet \u2013 beispielsweise die Leitmotivik in Humperdincks Oper \u201eK\u00f6nigskinder\u201c, einen ausgepr\u00e4gten Hang zum Horn, zu gerne auch als rhythmische Fanfare, oder einen d\u00fcsteren Solokontra\u00adbass durchsetzt mit unterschwelligen Pauken, wie im Prelude zum zweiten Akt seiner Komischen Oper \u201eDie Heirat wider Willen\u201c. Das k\u00f6nnte auch das Vorspiel zum zweiten Aufzug von Wagners \u201eSiegfried\u201c sein. Noch viel tiefere Wurzeln werden sichtbar, wenn man das inhaltliche Fass \u00f6ffnet. In \u00adHumperdincks \u201eAusstattungsst\u00fcck mit reichlich Musik\u201c \u201eDornr\u00f6schen\u201c, irgendwo zwischen Schauspiel und Singspiel angesiedelt, macht sich der Prinz auf die Suche nach dem von einem Zwergenk\u00f6nig hergestellten, erl\u00f6senden Ring, ganz wie man es aus Wagners \u201eRing\u201c kennt.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"667\" src=\"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Engelbert-Humperdinck-Brustbild-Heirat-wider-Willen-Gavotte-Partiturausschnitt-1024x667.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6543\" srcset=\"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Engelbert-Humperdinck-Brustbild-Heirat-wider-Willen-Gavotte-Partiturausschnitt-1024x667.jpg 1024w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Engelbert-Humperdinck-Brustbild-Heirat-wider-Willen-Gavotte-Partiturausschnitt-300x195.jpg 300w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Engelbert-Humperdinck-Brustbild-Heirat-wider-Willen-Gavotte-Partiturausschnitt-768x500.jpg 768w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Engelbert-Humperdinck-Brustbild-Heirat-wider-Willen-Gavotte-Partiturausschnitt-500x326.jpg 500w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Engelbert-Humperdinck-Brustbild-Heirat-wider-Willen-Gavotte-Partiturausschnitt-800x521.jpg 800w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Engelbert-Humperdinck-Brustbild-Heirat-wider-Willen-Gavotte-Partiturausschnitt-1280x834.jpg 1280w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Engelbert-Humperdinck-Brustbild-Heirat-wider-Willen-Gavotte-Partiturausschnitt-870x567.jpg 870w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Engelbert-Humperdinck-Brustbild-Heirat-wider-Willen-Gavotte-Partiturausschnitt-600x391.jpg 600w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Engelbert-Humperdinck-Brustbild-Heirat-wider-Willen-Gavotte-Partiturausschnitt.jpg 1500w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Ausflug in die Welt der Komischen Oper: Partiturausschnitt aus \u201eDie Heirat wider Willen\u201c (1905) (Foto Universit\u00e4tsbibliothek Johann Christian Senckenberg, Frankfurt am Main)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Doch gerade weil der Wagner-Humperdinck-Knoten \u00fcber die Jahre so festgezurrt ist, sind Vergleiche aus anderen Richtungen rar, wenn doch nicht weniger fruchtbar: \u201eMozart war es, den ich mir zum Vorbild genommen\u201c, sagt Humperdinck \u00fcber fr\u00fche Kompositionen. So findet sich ein bisschen Mozart beispielsweise in dem frisch entdeckten Klavierst\u00fccklein \u201eErinnerung\u201c, in dem eine s\u00fc\u00dfe Melodie \u00fcber einfacher Basis tr\u00e4llert. \u00adHumperdincks Melodram und auch die folgende Volloper \u201eK\u00f6nigskinder\u201c folgen dem gleichen Ansatz wie \u00adClaude Debussy, bei dem sich Ideal, Sprache und Musik n\u00e4her aneinanderschmiegen, weshalb Debussys \u00ad\u201ePell\u00e9as et M\u00e9lisande\u201c auch eine Literaturoper genannt wird. \u00adFelix Mendelssohn-Bartholdys \u201eSommmernachtstraum\u201c-\u00adOuvert\u00fcre m\u00f6chte man in den zauberhaften Holzbl\u00e4sern von \u201eDornr\u00f6schen\u201c heraush\u00f6ren, oder aber Hugo Wolfs Liedbegleitungen in den Orchesterbegleitungen von Humperdincks Liedern aus den \u201eK\u00f6nigskindern\u201c.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size\"><strong>Volksnahe Komposition und meisterhafte Bearbeitung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Humperdinck und das Lied \u2013 sei es Volkslied, Kinderlied oder nur die liedhafte Geste \u2013 sie haben sich eingehakt, um den Milchtopf bis zum Zerbrechen zu umtanzen: \u201eRundherum, es ist nicht schwer.\u201c Lieder als \u201eKeimzellen der Komposition\u201c, Lieder als \u201eLyrische Inseln\u201c, Lieder f\u00fcr den \u201eSchein des Bekannten\u201c \u2013 so nennt die Rezeption Humperdincks Vorliebe f\u00fcr liedhafte Einsch\u00fcbe, die er besonders in seinen Musiktheaterwerken auslebt. Lieder sind der ma\u00dfgebliche Teil von Humperdincks Personalstil. Er soll wohl immer zun\u00e4chst die Liedstellen vertont und in der Verarbeitung der daraus gewonnenen Themen das gro\u00dfe Ganze komponiert haben. Die Parallelen zum Volkslied mit seiner einfachen Strophen-, Bogen- und Barform und den hyper-eindringlichen \u00adMelodien im Volkston sind dabei nur allzu deutlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Humperdinck ist ein Meister der Umarbeitung, das beweist er mit zahlreichen Wagner-Transkriptionen oder der Opern\u00fcberarbeitung \u201eDas eherne Pferd\u201c, welche seine ersten kompositorischen Glanzleistungen sind. Ob eigene Liedkompositionen oder traditionelle Lieder wie \u201eTochter Zion, freue dich\u201c f\u00fcr seine Pantomime \u201eDas Mirakel\u201c: Humperdinck nimmt das Bekannte, das Lied her und legt es zum Strahlen in ein gr\u00f6\u00dferes musikalisches Konzept, anstatt es wie verlorene Brotkrumen in den Wald zu streuen. Nat\u00fcrlich ist Humperdinck dabei durchaus bewusst, dass es genau diese Verschr\u00e4nkung mit dem Vertrauten ist, die gerade seine M\u00e4rchenopern so beliebt macht.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Humperdinck-P566-643x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6545\" width=\"392\" height=\"624\" srcset=\"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Humperdinck-P566-643x1024.jpg 643w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Humperdinck-P566-188x300.jpg 188w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Humperdinck-P566-768x1223.jpg 768w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Humperdinck-P566-500x796.jpg 500w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Humperdinck-P566-800x1274.jpg 800w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Humperdinck-P566-870x1385.jpg 870w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Humperdinck-P566-600x955.jpg 600w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Humperdinck-P566.jpg 942w\" sizes=\"(max-width: 392px) 100vw, 392px\" \/><figcaption>Auf ewig der \u201eM\u00e4rchenonkel\u201c? Karikatur von Oscar Garvens, 1919 (Foto Universit\u00e4tsbibliothek Johann Christian Senckenberg, Frankfurt am Main)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Eine andere Eigenart des Humperdinck\u2019schen Komponierens ist das Ideal der \u201einnigesten Verbindung\u201c von Musik und Sprache, die den Komponisten zum Erfinder des \u201egebundenen Melodrams\u201c macht. Die Schauspielenden werden in ihrer Sprachmelodie an die Musik gebunden, Orientierung gibt die neu erfundene Sprechnotenschrift. Aus seiner Arbeit am Melodram \u201eK\u00f6nigskinder\u201c, der Vorform zur gleichnamigen Volloper, kennt \u00adHumperdinck bereits das Spannungsfeld um den Theaterrealismus, noch bevor er mit Max Reinhardt zahlreiche Schauspielmusiken erarbeitet \u2013 beispielsweise zu Shakespeares \u201eDer Sturm\u201c, \u201eWas ihr wollt\u201c und \u201eDer Kaufmann von Venedig\u201c oder Maurice \u00adMaeterlincks \u201eDer blaue Vogel\u201c. W\u00e4hrend Humperdincks Komposition f\u00fcr Orchester und melodramatischen Sprachgesang die B\u00fchne untermalt und spiegelt, setzt sie zugleich, wie schon im Melodram, der Literaturvorlage die Krone auf und folgt treu dieser K\u00f6nigin. Im \u201eKaufmann von Venedig\u201c malen Oboen auf Streicherbett oder Klarinetten \u00fcber Harfenarpeggien eine Liebesszene wie Monets Blumengarten.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size\"><strong>Schatten und Licht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Um Humperdinck gerecht zu werden, muss noch die Komische Oper einen kleinen Hexenritt unternehmen. Der Komponist will eigentlich mit seinen Komischen Opern Karriere machen. \u201eDie Heirat wider Willen\u201c schreibt er 1905 \u2013 in dem Wunsch, ein zweiter Albert Lortzing zu werden und eine Gegenbewegung zum pathetischen Stil des Verismo zu bilden. Die Sagen und Mythen seien durch Wagner sowieso schon abgearbeitet. Beim Blick auf die Spielpl\u00e4ne aber wird klar, dass ihm dieser Traum wohl versagt bleibt. Schon damals wird die deutsche Operette als lustiger und unterhaltsamer und Strauss\u2019 \u201eRosenkavalier\u201c als innovativer empfunden. Dabei hat Humperdincks \u201eHeirat wider Willen\u201c mit seiner leitmotivischen Fanfare mindestens genauso viel Ohrwurmcharakter wie die Lieder seiner M\u00e4rchenopern.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie sieben Gei\u00dflein\u201c, \u201eDornr\u00f6schen\u201c, \u201eSchneewittchen\u201c, \u201eK\u00f6nigskinder\u201c, \u201eH\u00e4nsel und Gretel\u201c \u2013 kein Wunder, dass Engelbert Humperdinck heute als \u201eM\u00e4rchenonkel\u201c bekannt ist. Harmonien zum Versinken treffen auf Lieder zum Mitsingen. Dezidierte Polyphonie windet sich in zarten, auch naturalistischen Leitmotiven, die sich wiederum in Wolken der Abschnittsmotivik tummeln. Dazu kommt eine niedrigschwellige musikalische Charakterbildung von Gut und B\u00f6se \u2013 in den \u201eSieben Gei\u00dflein\u201c plakativ durch Dur und Moll, in den \u201eK\u00f6nigskindern\u201c durch tiefalterierte Noten f\u00fcr die verf\u00fchrende Hexe und in hochalterierten Noten f\u00fcr die reine G\u00e4nsemagd. All das zusammen in den Ofen und man backt sich die knusprige M\u00e4rchenoper \u201eH\u00e4nsel und Gretel\u201c, die Jahr f\u00fcr Jahr die Massen in die Opernh\u00e4user zieht \u2013 schon seit 1970 auch in japanischer \u00dcbersetzung. Besonders zum 100. Todestag von Engelbert Humperdinck wollen wir aber keinesfalls vergessen, dass er viel mehr an Musiktheater komponiert hat.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile has-media-on-the-top has-background\" style=\"background-color:#e3d9c1\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<div style=\"height:40px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size\"><strong>Empfehlung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright size-full is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Corvin_Humperdinck_Cover.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6542\" width=\"196\" height=\"307\" srcset=\"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Corvin_Humperdinck_Cover.jpg 414w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Corvin_Humperdinck_Cover-191x300.jpg 191w\" sizes=\"(max-width: 196px) 100vw, 196px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Wer sich n\u00e4her mit Engelbert Humperdinck besch\u00e4ftigen m\u00f6chte, dem sei w\u00e4rmstens die Biographie \u201eM\u00e4rchenerz\u00e4hler und Vision\u00e4r\u201c von Matthias Corvin empfohlen. Der Musikwissenschaftler hat eine fundierte, dabei anregend zu lesende Lebensschilderung vorgelegt, die eine wahre Fundgrube an Wissenswertem \u00fcber den Komponisten und sein Schaffen darstellt. Darin integriert sind detaillierte, gut verst\u00e4ndliche Analysen seiner Werke. Erg\u00e4nzt wird der biographische Teil durch journalistische Texte Humperdincks und einen umfangreichen Anhang mit einer Quellenauflistung, dem Werkverzeichnis und einer Zusammenfassung aller diskographischen und bibliographischen Ver\u00f6ffentlichungen, darunter allein zw\u00f6lf Seiten \u00fcber \u201eH\u00e4nsel und Gretel\u201c. Was das Buch zus\u00e4tzlich attraktiv macht, ist die geradezu verschwenderische F\u00fclle an pers\u00f6nlichen Fotos, Szenenbildern von historischen Auff\u00fchrungen und abgedruckten Titelbl\u00e4ttern von Partituren, Klavierausz\u00fcgen und Programmheften. \b<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><em>Karin Coper<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Matthias Corvin:<br>\u201eM\u00e4rchenerz\u00e4hler und Vision\u00e4r.<br>Der Komponist Engelbert Humperdinck\u201c<br>292 Seiten, Schott Verlag<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:80px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile has-media-on-the-top has-background\" style=\"background-color:#f6f6f6\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\" style=\"font-size:22px\"><strong><strong><strong><strong>Dieser Artikel ist eine Leseprobe aus unserer Ausgabe September\/Oktober 2021<\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/de\/product\/print-ausgabe-05-2021\/\" target=\"_blank\" aria-label=\" (opens in a new tab)\" rel=\"noreferrer noopener\" class=\"ek-link\">Print-Ausgabe bestellen<\/a><\/strong> | <strong><a href=\"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/de\/product\/pdf-ausgabe-05-2021\/\" target=\"_blank\" aria-label=\" (opens in a new tab)\" rel=\"noreferrer noopener\" class=\"ek-link\">PDF-Ausgabe bestellen<\/a><\/strong><\/p>\n<\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum 100. 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