{"id":7031,"date":"2021-12-22T10:14:00","date_gmt":"2021-12-22T09:14:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/?p=7031"},"modified":"2021-12-21T18:38:46","modified_gmt":"2021-12-21T17:38:46","slug":"es-sung-ein-engel-einen-suessen-gesang","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/de\/2021\/12\/22\/es-sung-ein-engel-einen-suessen-gesang\/","title":{"rendered":"Es sung ein Engel einen s\u00fc\u00dfen Gesang"},"content":{"rendered":"<p><em>von R\u00fcdiger Heinze<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>\u201eIch stieg ihr nach\u201c \u2013 so steht\u2019s geschrieben im Operntagebuch, 6. Juni 1989. Eine halbironische Anmerkung zu dem, was geschah, als Edita Gruberov\u00e1 am sp\u00e4ten Abend dieses Tages das Konzerthaus Wien verlassen hatte und mutterseelenallein durch die Stra\u00dfen Wiens der Nachtruhe zustrebte. Und hinter ihr, in geb\u00fchrendem Abstand, ein Anbetender, einigerma\u00dfen jung, der meinte, es k\u00f6nne nicht schaden, auf diesen Engel ein Auge zu haben und ihm beizuspringen, falls Not w\u00e4re. Nicht mehr, nicht weniger.<\/p>\n\n\n\n<p>Das wahre Ereignis des Abends ist andernorts besser dokumentiert \u2013 auf CD. Nikolaus Harnoncourt und sein Concentus Musicus hatten zur konzertanten Auff\u00fchrung von Mozarts bis heute untersch\u00e4tzter Jugendoper \u201eLucio Silla\u201c geladen, und die Solisten-Besetzung h\u00e4tte stimmsch\u00f6ner, leichter ansprechend im Ton, beweglicher nicht sein k\u00f6nnen: Peter Schreier, Dawn Upshaw, die seinerzeit noch blutjunge Cecilia Bartoli \u2013 und nat\u00fcrlich sie, die Gruberov\u00e1. Wer sonst auch h\u00e4tte das Zirzensische, den irrsinnig langen Atem, die gute Seele, die achtmin\u00fctige Koloratur-Ekstase der Giunia in \u201eAh! se il crudel periglio\u201c derart hinkriegen sollen? Treffliche Koloratur-Soprane gibt es manche; die Stimmen aber f\u00fcr Giunia flogen nie im Dutzend herum.<\/p>\n\n\n\n<p>Und dann packte sie auch ihr Goldschmiede-Besteck f\u00fcr so gestochene wie lupenreine moz\u00e4rtliche Skalen und Ketten aus, jonglierte gleichsam auf einem Hochspannungsseil mit neun B\u00e4llen gleichzeitig, dr\u00e4ngte, kostete aus, zauberte \u2013 und traf ins Schwarze aller Opera-seria-Affektkunst. Es folgte, was Edita Gruberov\u00e1 gewohnt war und sie \u00fcber nahezu 50 Jahre begleitete: Das Auditorium raste. Es gibt einen Unterschied zwischen heller Begeisterung und dem Taumel der Verz\u00fcckung.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:10px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"649\" src=\"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Gruberova_1996_c_Wilfried_Hoesl.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7041\" srcset=\"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Gruberova_1996_c_Wilfried_Hoesl.jpg 1000w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Gruberova_1996_c_Wilfried_Hoesl-300x195.jpg 300w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Gruberova_1996_c_Wilfried_Hoesl-768x498.jpg 768w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Gruberova_1996_c_Wilfried_Hoesl-500x325.jpg 500w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Gruberova_1996_c_Wilfried_Hoesl-800x519.jpg 800w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Gruberova_1996_c_Wilfried_Hoesl-870x565.jpg 870w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Gruberova_1996_c_Wilfried_Hoesl-600x389.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption>Ein Bild aus dem Jahr 1996 (Foto Wilfried H\u00f6sl)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size\"><strong>Sternenlaufbahn einer Assoluta<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Abend geh\u00f6rte noch zur ersten H\u00e4lfte einer insgesamt \u00fcberragenden Lebensleistung der 1946 in Bratislava geborenen, bei Ruthilde Boesch in Wien weitergebildeten Jahrhundertstimme, die erstmals 1970 als K\u00f6nigin der Nacht an der Wiener Staatsoper auf sich aufmerksam machte \u2013 und 1976 dann, ebenfalls in Wien, mit ihrer Paraderolle der Zerbinetta aus Strauss\u2019 \u201eAriadne auf Naxos\u201c alle bis dato bekannten Virtuosit\u00e4tsgrenzen durchbrach. Von nun an war sie als Zerbinetta gefragt nicht nur in ihren bevorzugten Heimspielst\u00e4tten Wien, Salzburg, Z\u00fcrich, M\u00fcnchen, sondern in aller Welt, umkr\u00e4nzt nat\u00fcrlich von den hohen Koloratur-Partien aus Mozart-, Rossini-, Verdi-Opern. Gibt das Operntagebuch zur Zerbinetta auch was her? Es gibt. 31. Juli 1981, Bayerische Staatsoper M\u00fcnchen: \u201eBesser als Edita Gruberov\u00e1 heute die Zerbinetta-Arie gesungen hat, ist dieses nicht zu denken.\u201c Da hatte sie auf dem Hochspannungsseil Saltos geschlagen, die zu einschl\u00e4gig-ungl\u00e4ubigem Kopfsch\u00fctteln im Publikum f\u00fchrten: Wo holt die das nur her? Hernach aber h\u00f6rte es sich an, als ob die Stehpl\u00e4tzler die Galerie der Staatsoper zerlegen w\u00fcrden. Wo h\u00f6rt der Taumel der Verz\u00fcckung auf, wo beginnt der Fanatismus?<\/p>\n\n\n\n<p>Rund 200 Mal sang Edita Gruberov\u00e1 die Zerbinetta \u2013 und baute gleichzeitig sorgsam das Repertoire f\u00fcr die zweite H\u00e4lfte ihrer Sternenlaufbahn auf: die tragischen gro\u00dfen (Titel-)Rollen des italienischen Belcanto, oftmals dem Wahnsinn und der Wahnsinns-Arie geweiht, die drei Tudor-K\u00f6niginnen Donizettis (\u201eMaria Stuarda\u201c, \u201eAnna Bolena\u201c und Elisabetta I. aus \u201eRoberto Devereux\u201c), vor allem aber Donizettis \u201eLucia di Lammermoor\u201c, diese zweite Paraderolle Gruberov\u00e1s, der sie erkl\u00e4rterma\u00dfen nie \u00fcberdr\u00fcssig wurde. Lucias Koloraturen hatte die Primadonna so gottgelenkt wie hart erarbeitet drauf. Nun kam noch das ausgebreitet Sublime der messa voce dazu, die hohe Kunst nicht nur vom Ansetzen des Tons, sondern auch seines Entwickelns, seines verf\u00e4rbungsfreien \u00d6ffnens und verf\u00e4rbungsfreien Abblendens und schlie\u00dflich seines Verhauchens. In einem einzigen, \u00fcber allem schwebenden Ton war gleichsam ein ganzes tragisches Schicksal komprimiert: das Aufbl\u00fchen der Hoffnung aus der Depression, das Versinken der Hoffnung in die Verzweiflung.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:10px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"977\" src=\"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Gruberova_1996_AnnaBolena_c_Wilfried_Hoesl.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7038\" srcset=\"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Gruberova_1996_AnnaBolena_c_Wilfried_Hoesl.jpg 1000w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Gruberova_1996_AnnaBolena_c_Wilfried_Hoesl-300x293.jpg 300w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Gruberova_1996_AnnaBolena_c_Wilfried_Hoesl-768x750.jpg 768w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Gruberova_1996_AnnaBolena_c_Wilfried_Hoesl-500x489.jpg 500w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Gruberova_1996_AnnaBolena_c_Wilfried_Hoesl-800x782.jpg 800w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Gruberova_1996_AnnaBolena_c_Wilfried_Hoesl-870x850.jpg 870w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Gruberova_1996_AnnaBolena_c_Wilfried_Hoesl-600x586.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption>In der Titelpartie von Donizettis \u201eAnna Bolena\u201c, Bayerische Staatsoper 1996 (Foto Wilfried H\u00f6sl)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:10px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Und wenn dazu noch jene Glasharfe ert\u00f6nte, wie sie Donizetti original der Lucia di Lammermoor zugesellt hatte, dann war in der Verschmelzung von menschlicher Glockentonreinheit und instrumentalem Sph\u00e4renklang ein H\u00f6chstma\u00df an entmaterialisierter, \u00e4therischer Entr\u00fcckung erreicht. Die Gruberov\u00e1 sang, dem empfangsbereiten Publikum stockte der Atem unter ihrem szenen\u00fcberspannenden Vokalgew\u00f6lbe voller feinst platzierter Spitzent\u00f6ne als Schlusssteine. Das Operntagebuch zum Dritten (30. Oktober 1995, Bayerische Staatsoper): \u201eGruberov\u00e1 als Lucia di Lammermoor nat\u00fcrlich sehr gut. Callas war leidenschaftlicher, Gruberov\u00e1 ist subtiler.\u201c<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size\"><strong>Belcanto-Botschafterin gegen alle Widerst\u00e4nde<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dass auch die lange Belcanto-Phase der Gruberov\u00e1 auf CD greifbar ist \u2013 und zwar in Live-Mitschnitten \u2013, dies verdankt sie Sponsoren, Liebhabern, ihrem einstigen Lebensgef\u00e4hrten, dem \u00f6sterreichischen Dirigenten Friedrich Haider, und ihrem Eigen-Engagement: Nachdem die gro\u00dfen Plattenlabels abgewunken hatten, weil sie speziell f\u00fcr Bellini und Donizetti keinen Markt mehr zu erkennen glaubten, wurde das Label \u201eNightingale\u201c gegr\u00fcndet: Sie sang, er dirigierte \u2013 wie es einst auch Joan Sutherland und Richard Bonynge Seite an Seite taten. Man teilte Brot, Bett und B\u00fchne. Und \u00e4hnlich wie sich die Callas speziell um Cherubinis \u201eM\u00e9d\u00e9e\u201c verdient gemacht hatte und die Sutherland die \u201eSonnambula\u201c Bellinis am Traumwandeln hielt, so kam es nach Jahrzehnten zur Wiederbelebung von Donizettis \u201eLinda di Chamounix\u201c durch die Gruberov\u00e1 und Haider, dann zur Wiederbelebung des \u201eRoberto Devereux\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Das war 2004, und ersch\u00fctternd blieb in Christof Loys starker M\u00fcnchner Inszenierung der Moment, da die desillusionierte Elisabetta I. alias Margaret Thatcher die Repr\u00e4sentationsper\u00fccke vom Kopf zog und schonungslos als Greisin mit sch\u00fctterem Haar dasteht. Das war das schiere Gegenteil von dem, was Edita Gruberov\u00e1 so oft zuvor erfahren hatte: Rampentheater, Stehkonvent, Verkehrsregelungstheater, bei dem der rote Teppich mal sprichw\u00f6rtlich, mal realiter ausgerollt worden war, auf dass sie nur eines tue: engelsgleich singen. So kam es auch zu mancher zwar musikalisch gl\u00fcckseligen, aber szenisch faden Produktion.<\/p>\n\n\n\n<p>Donizettis \u201eRoberto Devereux\u201c indes z\u00e4hlte eben nicht dazu. Und mit ihm verabschiedete sich Edita Gruberov\u00e1 2019 auch vielsagend von der Opernb\u00fchne. Die Assoluta dankte ab in M\u00fcnchen, angek\u00fcndigt, offiziell, nicht mehr ganz so leicht schwebend. Es regnete aus dem Himmel Rosenbl\u00e4tter f\u00fcr sie, es dankten ihr Transparente in den R\u00e4ngen, und w\u00e4hrend des sage und schreibe einst\u00fcndigen Final-Applauses \u00fcbte der den Kniefall, mit dem sie nicht arg lange zuvor ein Scharm\u00fctzel in Verpflichtungsdingen ausgefochten hatte: Intendant Nikolaus Bachler. Wenigstens ihre wei\u00df Gott erh\u00f6rte Gesangskarriere konnte Edita Gruberov\u00e1 vollenden.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:10px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"734\" src=\"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Gruberova_Norma_c_Wilfried_Hoesl.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7040\" srcset=\"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Gruberova_Norma_c_Wilfried_Hoesl.jpg 1000w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Gruberova_Norma_c_Wilfried_Hoesl-300x220.jpg 300w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Gruberova_Norma_c_Wilfried_Hoesl-768x564.jpg 768w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Gruberova_Norma_c_Wilfried_Hoesl-500x367.jpg 500w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Gruberova_Norma_c_Wilfried_Hoesl-800x587.jpg 800w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Gruberova_Norma_c_Wilfried_Hoesl-870x639.jpg 870w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Gruberova_Norma_c_Wilfried_Hoesl-600x440.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption>Als Norma an der Bayerischen Staatsoper, 2006 (Foto Wilfried H\u00f6sl)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-large-font-size\"><strong>Kasteiung und Opernhimmel<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auf den Tag genau zwei Jahre sp\u00e4ter, am 18. Oktober, starb sie am Z\u00fcrichsee. Die wohl sch\u00f6nste Todesanzeige schaltete der neue M\u00fcnchner Staatsopern-Intendant Serge Dorny und sein gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Direktor: \u201eDie Bayerische Staatsoper verneigt sich vor der wunderbaren, einzigartigen, g\u00f6ttlichen Edita Gruberov\u00e1 und wird nicht aufh\u00f6ren, sie und ihre Kunst zu verehren.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Welchen Sinn \u00fcber die makellose Sch\u00f6nheit und \u00fcber den allzu fr\u00fchen Tod hinaus k\u00f6nnte das Leben Edita Gruberov\u00e1s haben? Sie k\u00f6nnte in ihrer Disziplin eine Referenzgr\u00f6\u00dfe daf\u00fcr sein, wie eine s\u00e4ngerische Laufbahn aufzubauen und klug auszugestalten ist. Im konkreten Fall hei\u00dft das: erst perfekte Technik schafft die Grundlage f\u00fcr k\u00fcnstlerische H\u00f6henfl\u00fcge, langsam Erfahrung sammeln, keine Fachgrenzen \u00fcberschreiten, Auswahl individuell geeigneter Partien, begrenzte Anzahl von Auftritten im Jahr mit einzukalkulierenden Ruhetagen, kein Rauchen, kein Alkohol, keine lauten Gespr\u00e4che. Das mag in der Summe von manchem Sopran, manchem Tenor als Zumutung empfunden werden, zumal es nicht einmal in der Summe eine Garantie bedeutet. Gleichwohl: Im Fall Edita Gruberov\u00e1 waren Kasteiung und Opernhimmel die zwei Seiten ein- und derselben M\u00fcnze.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Edita Gruberov\u00e1 \u2013 ein sehr pers\u00f6nlicher Nachruf<\/p>","protected":false},"author":14,"featured_media":7036,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"tpgb_global_settings":"","_editorskit_title_hidden":false,"_editorskit_reading_time":5,"_editorskit_is_block_options_detached":false,"_editorskit_block_options_position":"{}","_eb_attr":"","footnotes":""},"categories":[86,1591],"tags":[],"class_list":["post-7031","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-beitraege","category-beitraege-2022-01"],"tpgb_featured_images":{"full":["https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Gruberova_c_Wilfried_Hoesl.jpg",1500,844,false],"tp-image-grid":["https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Gruberova_c_Wilfried_Hoesl.jpg",700,394,false],"thumbnail":["https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Gruberova_c_Wilfried_Hoesl-150x150.jpg",150,150,true],"medium":["https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Gruberova_c_Wilfried_Hoesl-300x169.jpg",300,169,true],"medium_large":["https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Gruberova_c_Wilfried_Hoesl-768x432.jpg",600,338,true],"large":["https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Gruberova_c_Wilfried_Hoesl-1024x576.jpg",600,338,true],"default":"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/plugins\/the-plus-addons-for-block-editor\/assets\/images\/tpgb-placeholder.jpg"},"tpgb_post_meta_info":{"get_date":"22. 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