{"id":8122,"date":"2022-10-28T12:00:00","date_gmt":"2022-10-28T10:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/?p=8122"},"modified":"2022-10-27T19:01:12","modified_gmt":"2022-10-27T17:01:12","slug":"frustrationspotenzial-null","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/de\/2022\/10\/28\/frustrationspotenzial-null\/","title":{"rendered":"Frustrationspotenzial? Null!"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Interview Iris Steiner<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Bereits zu ihrem Amtsantritt im \u00adJanuar waren die Zeiten f\u00fcr Kulturbetriebe nicht rosig, wenige Wochen sp\u00e4ter wurde die Situation noch schlimmer \u2013 der Ukraine\u00adkrieg brach \u00fcber Europa herein. Nicht genug, dass man w\u00e4hrend der beiden Pandemie-\u00adSaisonen den Fortbestand der Festspiele nur mit riesigem Zusatzaufwand sichern konnte, von heute auf morgen stand nun sogar das gesamte Gesch\u00e4ftsmodell am Pranger. Hauptanklagepunkt: \u201eToxisches Sponsoring\u201c. Mit dem gesellschaftspolitischen Diskurs zu Gazprom &amp; Co. und der neuen Sensibilit\u00e4t im Zuge einer wankenden Weltordnung \u00e4nderten sich quasi \u00fcber Nacht die ethischen Voraussetzungen f\u00fcr Privatfinanzierung von Hochkultur.<\/p>\n\n\n\n<p>Dr. Kristina Hammer sei die Richtige, um \u201edie Salzburger \u00adFestspiele in ein neues Zeitalter [zu] f\u00fchren\u201c, meinte Kulturstaatssekret\u00e4rin Andrea Mayer zur Nominierung der 53-j\u00e4hrigen Wirtschaftsjuristin \u2013 und h\u00e4tte im September vergangenen Jahres wohl nicht gedacht, wie sehr sie damit den ber\u00fchmten \u201e\u00adNagel auf den Kopf\u201c getroffen hatte. Auch der Salzburger Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer bewies in seiner Laudatio hellseherische F\u00e4higkeiten, sein lobender Ansporn f\u00fcr die neue Pr\u00e4sidentin, \u201eneue Herausforderungen f\u00fcr die Salzburger Festspiele als weltbestes, klassisches Dreisparten-Festival zu meistern\u201c, geriet unfreiwillig zur Stellenbeschreibung.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir wollten wissen, wer eigentlich \u201edie Neue\u201c in Salzburg ist, deren Ernennung als \u00fcberraschend galt. Eine Frau, Typ weibliche Top-Managerin, noch dazu Nicht-\u00d6sterreicherin und aus der Wirtschaft \u2013 kann das gutgehen im altehrw\u00fcrdigen Salzburger Festspiel-Kl\u00fcngel? Lesen Sie selbst.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"784\" src=\"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Eroeffnung_Salzburger_Festspiele_Land-Salzburg-Neumayr-Leopold.jpg\" alt=\"Er\u00f6ffnung der Salzburger Festspiele 2022\" class=\"wp-image-8126\" srcset=\"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Eroeffnung_Salzburger_Festspiele_Land-Salzburg-Neumayr-Leopold.jpg 1000w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Eroeffnung_Salzburger_Festspiele_Land-Salzburg-Neumayr-Leopold-300x235.jpg 300w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Eroeffnung_Salzburger_Festspiele_Land-Salzburg-Neumayr-Leopold-768x602.jpg 768w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Eroeffnung_Salzburger_Festspiele_Land-Salzburg-Neumayr-Leopold-500x392.jpg 500w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Eroeffnung_Salzburger_Festspiele_Land-Salzburg-Neumayr-Leopold-800x627.jpg 800w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Eroeffnung_Salzburger_Festspiele_Land-Salzburg-Neumayr-Leopold-870x682.jpg 870w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Eroeffnung_Salzburger_Festspiele_Land-Salzburg-Neumayr-Leopold-600x470.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption>Festakt zur Er\u00f6ffnung der Salzburger Festspiele 2022 (Foto Land Salzburg \/ Neumayr \u2013 Leopold)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Wie bewegen Sie sich als weibliche F\u00fchrungskraft unter M\u00e4nnern?<\/strong><br>Mit Authentizit\u00e4t. Ich bin eine Verfechterin von klarer Kommunikation und der Herangehensweise \u201eSteter Tropfen h\u00f6hlt den Stein\u201c, nicht des schnellen Gewinnen-Wollens um jeden Preis. Wenn man, wie ich, einen nicht unerheblichen Teil des beruflichen Lebens in m\u00e4nnerdominierten Unternehmen verbracht hat \u2013 ich komme aus der Automobilindustrie \u2013 lernt man sehr schnell, dass Kooperation nur auf Augenh\u00f6he funktioniert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was unterscheidet weibliches Leadership von m\u00e4nnlichem?<\/strong><br>Frauen sind oft von Natur aus kommunikativer. Wir haben den Vorteil, dass uns Dinge mit Erkl\u00e4rungsbedarf \u201eliegen\u201c. Au\u00dferdem sind wir oftmals konsensgetrieben, was ich eher f\u00fcr einen Vorteil als f\u00fcr einen Nachteil halte. In der heutigen Arbeitsmarkt-Situation kommt noch ein dritter wichtiger Vorteil dazu, den viele Frauen in F\u00fchrungspositionen positiv ausspielen: Empathie. Und zu guter Letzt reden wir auch noch \u00fcber etwas, das uns die M\u00e4nnerwelt gerne abspricht: Durchsetzungskraft und Durchsetzungswille. Wir w\u00e4ren nicht dort, wo wir sind, wenn wir das nicht h\u00e4tten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>K\u00f6nnten Sie uns das vielleicht an einem Beispiel verdeutlichen?<\/strong><br>Ich kann mich an eine Situation erinnern, wo es um den Fortbestand eines internationalen Sponsorings ging. Anscheinend hatte man im lokalen Markt in der K\u00fcrze der Zeit nicht genug Geld verdient und deshalb den obersten Boss eines Dienstleisters zu mir geschickt, um den Vertrag aufzuk\u00fcndigen. Ich wollte ihm zun\u00e4chst erkl\u00e4ren, dass die Kooperation auf einer internationalen Grundlage und damit auf der Basis vieler wichtiger Standorte funktioniert, und man sich mit denen zun\u00e4chst abstimmen sollte \u2013 das hat mein Gegen\u00fcber aber nicht interessiert. Ich hatte dann spontan die Idee, umgehend den USA-Landes\u00adchef anzurufen, um im Falle einer einseitigen lokalen K\u00fcndigung die dortige Sponsoringvereinbarung unsererseits abzusagen. Mein Verhandlungspartner hat ein paar Minuten \u00fcberlegt und dann eingelenkt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sie hatten also im richtigen Moment die richtige Idee und den Mut zu kontern?<\/strong><br>Genau darum geht\u2019s: Um Weitsicht, die richtige Idee zur richtigen Zeit, Entscheidungsfreude und darum, sich generell nicht erpressen zu lassen. Auch wenn man vermeintlich die\/der Schw\u00e4chere ist.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hatten Sie schon einmal das Gef\u00fchl, dass es f\u00fcr Sie als Frau schwieriger ist, sich durchzusetzen?<\/strong><br>Nat\u00fcrlich war es an manchen Stellen schwieriger, weil ich eine Frau war \u2013 besonders in einer m\u00e4nnerdominierten Umgebung. Aber es gab auch F\u00e4lle, wo es einfacher war. Was glauben Sie, wie schnell man sich ihren Namen merkt, wenn Sie die einzige Frau sind?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Birgt diese Erfahrung nicht auch ein gewisses Frustrationspotenzial?<\/strong><br>Ich selbst geh\u00f6re zu der Spezies Mensch, der das Gen f\u00fcr Frustration fehlt, daf\u00fcr bin ich viel zu interessiert, auch an anderen Perspektiven. Ich denke aber schon, dass es manchen leichter f\u00e4llt, einer Frau mit Vorurteilen zu begegnen als einem Mann \u2013 \u00fcbrigens auch Frauen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Es gibt Frauen, die behaupten, dass sie gerade mit Frauen nicht gerne zusammenarbeiten. Wie stehen Sie dazu?<\/strong><br>Das Geschlecht ist f\u00fcr mich nicht entscheidend, es sind eher bestimmte Typen, mit denen es schwieriger ist zusammenzuarbeiten \u2013 M\u00e4nner und Frauen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Durften Sie schon einmal die Erfahrung mit dem Ph\u00e4nomen \u201eZickenterror\u201c machen? Zumindest nennen M\u00e4nner das gerne so \u2026<\/strong><br>Das mag es sicher im Einzelfall geben, ich w\u00fcrde das aber nicht pauschalisieren. Meine Erfahrung ist eine andere, ich hatte in der Zusammenarbeit mit Frauen nie ein derartiges Problem. Im Gegenteil: Ich durfte lernen, dass besonders alleinerziehende M\u00fctter tolle Kolleginnen und Mitarbeiterinnen sind \u2013 weil sie in der Regel herausragend organisieren k\u00f6nnen. Diese seltsamen Schubladen finde ich nicht zielf\u00fchrend.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:1px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"740\" src=\"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/SF_Premiere_BarbierSevilla20220804046_c_SF-Neumayr.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8124\" srcset=\"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/SF_Premiere_BarbierSevilla20220804046_c_SF-Neumayr.jpg 1000w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/SF_Premiere_BarbierSevilla20220804046_c_SF-Neumayr-300x222.jpg 300w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/SF_Premiere_BarbierSevilla20220804046_c_SF-Neumayr-768x568.jpg 768w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/SF_Premiere_BarbierSevilla20220804046_c_SF-Neumayr-500x370.jpg 500w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/SF_Premiere_BarbierSevilla20220804046_c_SF-Neumayr-800x592.jpg 800w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/SF_Premiere_BarbierSevilla20220804046_c_SF-Neumayr-870x644.jpg 870w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/SF_Premiere_BarbierSevilla20220804046_c_SF-Neumayr-600x444.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption>In der Pause von Rossinis \u201eIl barbiere di Siviglia\u201c, August 2022. Regie f\u00fchrte Rolando Villaz\u00f3n, es sang u.a. Cecilia Bartoli. V.l.n.r.: Joachim Sauer, Angela Merkel, Kristina Hammer, \u00adHermann Reichenspurner, John Neumeier (Foto Salzburger Festspiele\/Franz Neumayr)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:10px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Sie haben mit dem Amt der Pr\u00e4sidentin der \u00adSalzburger Festspiele Ihren T\u00e4tigkeitsschwerpunkt von der Wirtschaft in die Kultur verlegt. War das eine bewusste Entscheidung?<\/strong><br>Ich m\u00f6chte meine Wirtschaftsexpertise in den kulturellen Bereich einbringen. Durch meine T\u00e4tigkeit in internationalen Unternehmen, sp\u00e4ter als Unternehmerin und F\u00fchrungskr\u00e4fte-Coach, habe ich erfahren, was \u201eLeadership\u201c hei\u00dft und dieses vielstrapazierte Wort \u201eChange\u00admanagement\u201c. Es geht um positive Ver\u00e4nderung, um notwendige Weiterentwicklung in volatilen Zeiten. Durch meine Arbeit im Vorstand der Freunde der Oper Z\u00fcrich bekam ich insbesondere in der Pandemiezeit eine gro\u00dfe N\u00e4he zu diesem Kulturbetrieb \u2013 gerade, weil es oft um elementare Fragen ging. Ich stellte fest, dass ich mit meinem Wissen etwas Neues einbringen und bewegen kann. Das ist, was mich fasziniert. Hier bei den \u00adSalzburger \u00adFestspielen gibt es viel k\u00fcnstlerisches und technisches Wissen und Erfahrung, in einer Tiefe und Breite, wie man es sch\u00f6ner nicht finden kann. Daf\u00fcr brauchen die mich nicht. Ich bin da, um etwas hinzuzuf\u00fcgen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Haben Sie Ihre \u201eEinstiegs-Schnittstelle\u201c schon gefunden? Die Salzburger Festspiele sind \u2013 bildlich gesprochen \u2013 doch ein sehr gro\u00dfer Tanker, der dementsprechend schwer beweglich ist. Wie dockt man als \u201eNeue\u201c mit neuen Ideen hier am besten an?<\/strong><br>Da muss ich Ihnen widersprechen, es sieht von au\u00dfen m\u00f6glicherweise aus wie ein Tanker, ist aber innen ein Schnellboot. Wenn man den Ablauf einer kompletten Saison verfolgt, wei\u00df man, dass hier unglaublich schnell, wendig und pragmatisch agiert wird. Das ist Projekt\u00admanagement auf h\u00f6chstem Niveau.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Haben Sie sich f\u00fcr eine Bewerbung entschieden, weil Sie Ihre Wirtschaftskompetenz bei den Salzburger Festspielen einbringen und gleichzeitig Ihr \u201eHobby\u201c mit Managementkompetenz zusammenzuf\u00fchren m\u00f6chten?<\/strong><br>Meine Aufgabe hier ist sehr vielf\u00e4ltig \u2013 daher ist auch die Antwort auf Ihre Frage mehrschichtig. Ein Schwerpunkt ist aber schon, dass mich die Themen Sponsoring, Marketing und Kommunikation bereits mein gesamtes Berufsleben begleiten \u2013 als leitende Mitarbeiterin in global agierenden Konzernen, ebenso wie als Unternehmerin oder Gastdozentin an der Universit\u00e4t St. Gallen. Genau wie meine Leidenschaft f\u00fcr Oper, Theater und Konzert. Man muss in diesen Bereichen immer wieder neue Wege denken.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was ist Kultursponsoring heute im Vergleich zu vor zwanzig Jahren?<\/strong><br>Fr\u00fcher war es oft gepr\u00e4gt von patriarchalischen Strukturen in Firmen, wo sich der Unternehmer oft aus pers\u00f6nlichem Interesse f\u00fcr ein bestimmtes Kulturprojekt entschieden hat. Mittlerweile hat sich das Ganze mehr in Richtung gesellschaftspolitisches Engagement weiterentwickelt. Man erkennt, welche Bedeutung Kultur lokal und in unserem Falle auch international hat. Sponsoring bedeutet heute, partnerschaftlich etwas zu entwickeln, das dem Unternehmen und dem Kulturbetrieb gleicherma\u00dfen n\u00fctzt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie weit sehen Sie heute diese Wahrnehmung des \u201egegenseitigen Nutzens\u201c bereits in den K\u00f6pfen verankert?<\/strong><br>F\u00fcr uns ist das ein sehr wichtiger Faktor, den ich gerne am Beispiel zweier unserer Hauptsponsoren aufzeigen m\u00f6chte: \u00dcber 1 Million Menschen konnten in den letzten Jahren dank Siemens im gr\u00f6\u00dften Public Screening der Klassikwelt \u201eOpen-Air\u201c Konzerte, Opern und den \u201eJedermann\u201c kostenfrei in Salzburg auf dem Kapitelplatz genie\u00dfen. Das ist ein gesellschaftspolitisches Engagement, das \u00fcber reines Sponsoring hinausgeht. Und ein weiteres Beispiel: Durch unseren Sponsor BWT-Best Water Technology sind wir heute ein plastikflaschenfreies Festival.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Verfolgen Sie auch den anderen Blick auf die Dinge \u2013 dass ein Kulturveranstalter den Sponsor mit etwas von dem bereichert, was das Wesen und der positive Effekt von Kultur ist?<\/strong><br>Ja, beispielsweise mittels F\u00fchrungskr\u00e4ftefortbildung: Hier besch\u00e4ftigen wir uns mit dem Thema Effektivit\u00e4t und Teamwork. Nehmen wir als Beispiel einen Dirigenten, der bei uns in k\u00fcrzester Zeit mit unterschiedlichsten Musikern verschiedenster Nationalit\u00e4ten ein Werk erarbeitet. Genau das wird heute in internationalen Firmen gefordert \u2013 ein wertvolles Know-how, das wir auch gerne an unsere Partner weitergeben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sind Sichtweisen wie diese vielleicht der Grund, weshalb genau Sie f\u00fcr dieses Amt der Pr\u00e4sidentin ausgew\u00e4hlt wurden?<\/strong><br>Die ausschlaggebenden Faktoren, die letztendlich zu meiner Wahl gef\u00fchrt haben, kenne ich nat\u00fcrlich nicht. <em>(lacht)<\/em> Aber die Kriterien gingen schon in Richtung Internationalit\u00e4t, F\u00fchrungskompetenz und unternehmerischen Gestaltungswillen. Die Pr\u00e4sidentin muss mit den unterschiedlichsten Menschen und Stakeholdern kommunizieren k\u00f6nnen, daher ist Kommunikationsst\u00e4rke gefragt \u2013 vor allem solche, die mit sozialer, integrativer und vermittelnder Kompetenz einhergeht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie m\u00f6chten Sie pers\u00f6nlich das Amt der Pr\u00e4sidentin aus\u00fcben?<\/strong><br>Ich sehe mich \u2013 und das ist mir wichtig \u2013 als \u201eErm\u00f6glicherin\u201c hier im Festspielbetrieb und als diejenige, die das Beste aus den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern herausholt. Dar\u00fcber hinaus gibt es ganz klare \u00adAufgaben im Bereich Marketing, Presse, Vertrieb und Sponsoring sowie die Vertretung der Festspiele nach au\u00dfen. Die vornehmste Aufgabe der Pr\u00e4sidentin ist f\u00fcr mich aber ihre Funktion als \u201everbindendes und inspirierendes Element\u201c, um einen so vielschichtigen Betrieb wie den unseren zusammenzuhalten und integrativ in die Zukunft zu f\u00fchren. Dieses Ziel verbindet uns dann auch wieder mit einem Wirtschaftsunternehmen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie m\u00f6chten Sie zuk\u00fcnftig die \u201erichtigen\u201c Sponsoren f\u00fcr die Salzburger Festspiele gewinnen? In der heutigen Zeit ja bekanntlich kein einfaches Unterfangen \u2026<\/strong><br>Wir sind uns bewusst, dass es diesbez\u00fcglich einen gesellschaftspolitischen Dialog gibt. Was man aber keinesfalls vergessen darf: Die Salzburger Festspiele sind zu 75% eigenwirtschaftlich finanziert. Wir brauchen Sponsoring \u2013 und als internationales Festival brauchen wir auch internationale Unternehmen, die mit uns zusammenarbeiten. Wir sind dabei auch offen gegen\u00fcber den aktuellen Entwicklungen wie bspw. einem Code of Conduct. Als Kulturstaatssekret\u00e4rin Andrea Mayer einen runden Tisch dazu ins Leben gerufen hat, waren wir von Anfang an mit dabei. Es darf nur nicht um eine generelle Ablehnung von multinationalen Konzernen gehen, sondern um nachvollziehbare Grunds\u00e4tze und Leitplanken ohne Attraktivit\u00e4tsverlust gegen\u00fcber der privaten Wirtschaft, die sich mit uns als Kulturinstitution proaktiv besch\u00e4ftigen m\u00f6chte. Das meine ich jetzt \u00fcbrigens sowohl auf k\u00fcnstlerischer Ebene als auch als Partner mit interessanten Angeboten f\u00fcr Unternehmen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Abkehr von einer \u201eBittsteller-Mentalit\u00e4t\u201c der Kultur hin zu unternehmerischer Partnerschaft im Wirtschaftskreislauf also? Ihr Spezialgebiet?<\/strong><br>Es geht um eine ernsthafte Auseinandersetzung dar\u00fcber, was gute Partnerschaft zwischen Kultur- und Wirtschaftsbetrieben im 21. Jahrhundert ausmacht. Und ja, es schadet nicht, wenn man dazu auch die Interessens- und Erwartungshaltung eines Unternehmens einsch\u00e4tzen kann.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:1px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"625\" src=\"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Empfang_Young-Singers-Project-c-SF-Erika-Mayer.jpg\" alt=\"Young Singers Project 2022\" class=\"wp-image-8125\" srcset=\"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Empfang_Young-Singers-Project-c-SF-Erika-Mayer.jpg 1000w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Empfang_Young-Singers-Project-c-SF-Erika-Mayer-300x188.jpg 300w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Empfang_Young-Singers-Project-c-SF-Erika-Mayer-768x480.jpg 768w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Empfang_Young-Singers-Project-c-SF-Erika-Mayer-500x313.jpg 500w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Empfang_Young-Singers-Project-c-SF-Erika-Mayer-800x500.jpg 800w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Empfang_Young-Singers-Project-c-SF-Erika-Mayer-870x544.jpg 870w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Empfang_Young-Singers-Project-c-SF-Erika-Mayer-600x375.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption>Empfang anl\u00e4sslich der Pr\u00e4sentation des Young Singers Project 2022 mit Serafina Starke, Alma Neuhaus und Flore Van Meerssche (von links) (Foto Salzburger Festspiele\/Erika Mayer)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:10px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Haben Sie eigentlich ein pers\u00f6nliches inhaltliches \u201eSteckenpferd\u201c bei den Festspielen?<\/strong><br>Ganz vorne mit dabei ist das Thema Jugend. Es geht uns hier jedoch nicht um eine grunds\u00e4tzliche Ver\u00e4nderung unserer Zuschauerbasis, sondern um deren Verbreiterung \u2013 und um eine kluge, vielschichtige Attraktivierung des Programms f\u00fcr junge Menschen. Nicht nur wir stellen leider fest, dass die Unterst\u00fctzung von Familie und Schule im Hinblick auf Opern- und Konzertbesuche von Kindesbeinen an r\u00fcckl\u00e4ufig ist. Hier sehe ich in der Zukunft mehr und mehr uns Veranstalter gefragt. Die \u00adSalzburger Festspiele haben zum 100-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4um die neue Sparte \u201ejung&amp;jede*r\u201c gestartet. Wir m\u00f6chten Kinder und Jugendliche f\u00fcr Sprech- und Musiktheater begeistern und Schwellenangst abbauen \u2013 mittlerweile tun wir das auch au\u00dferhalb der Festspielh\u00e4user in Schulen und Kulturst\u00e4tten in der Stadt und im ganzen Land Salzburg. Auch bieten wir einw\u00f6chige Operncamps an, wo Kinder und Jugendliche mit Mitgliedern der Wiener Philharmoniker im Orchester zusammenspielen, um dann am Ende der Woche ihre Interpretation unserer St\u00fccke darzubieten. Unsere j\u00e4hrliche Kinderoper wird von den Nachwuchss\u00e4ngern des \u201eYoung Singers Project\u201c pr\u00e4sentiert: Aus hunderten von Bewerbern w\u00e4hlten wir dieses Jahr wieder 17 junge S\u00e4ngerinnen und S\u00e4nger aus, die \u00fcber den Sommer unter anderem an Meisterklassen teilnehmen. Und heuer haben wir zum ersten Mal Patenschaften ins Leben gerufen. Langj\u00e4hrige Festspielbesucher werden mit einem jungen Erwachsenen \u201egematcht\u201c, der noch nie zuvor bei den Festspielen war, und beide besuchen gemeinsam eine Vorstellung. Die Paten geben ihre langj\u00e4hrige Begeisterung und ihre sch\u00f6nsten Festspiel\u00aderfahrungen weiter und nach eigenem Erleben kann ich sagen, dass da wirklich der Funke \u00fcbergesprungen ist. Dar\u00fcber hinaus vergeben wir 6.000 Jugendkarten mit bis zu 90% Rabatt, was in der breiten \u00d6ffentlichkeit leider noch nicht allgemein bekannt ist. Uns ist es wichtig, nicht exklusiv und elit\u00e4r, sondern integrativ zu sein. Die Salzburger Festspiele sind nicht nur gro\u00dfe Oper und \u201eJedermann\u201c \u2013 wir bestanden in diesem Jahr aus 174 kleinen und gr\u00f6\u00dferen Auff\u00fchrungen in drei Sparten und 54 Veranstaltungen im Jugendprogramm. Ich werde nicht m\u00fcde, das zu wiederholen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was macht Salzburg denn eigentlich so besonders \u00adgeeignet f\u00fcr ein solches Festival?<\/strong><br>Als unsere vision\u00e4ren Gr\u00fcnderv\u00e4ter Hugo von Hofmannsthal, Max Reinhardt und Richard Strauss am Ende des Ersten Weltkrieges die Salzburger Festspiele in einer entsetzlichen, fast hoffnungslosen Situation ins Leben gerufen haben, war der Grundgedanke, etwas Friedensstiftendes und V\u00f6lkerverbindendes zu schaffen \u2013 mit dem Anspruch, \u201edas Beste aus Oper, Konzert und Theater\u201c zu zeigen, wie Hofmannsthal es ausdr\u00fcckte. Das verfolgen wir als Leitgedanken auch heute noch, jedes Jahr. Salzburg ist eine unglaublich sch\u00f6ne Stadt im Herzen Europas mit 18 Festspiel-Spielst\u00e4tten. \u201eDie ganze Stadt ist B\u00fchne\u201c war die Vision von Max Reinhardt. Auch das gilt heute unver\u00e4ndert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Leben Sie eigentlich auch privat in Salzburg?<\/strong><br>Ich bin Anfang Januar zun\u00e4chst mit zwei Koffern hierhergezogen und lebe jetzt ganzj\u00e4hrig hier. Wenn man in einem solchen Kulturbetrieb und in der Stadt wirklich verankert sein m\u00f6chte, kann man nicht unregelm\u00e4\u00dfig von irgendwoher \u201eeinfliegen\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Und nat\u00fcrlich darf auch die typische deutsche \u201eNeidfrage\u201c \u2013 gerade an Sie \u2013 nicht fehlen. Gehen \u00d6sterreicher mit Kunst und Kultur denn wirklich besser um als wir Deutsche?<\/strong><br>Als Deutsche und Schweizerin, die mit einem \u00d6sterreicher verheiratet ist, kann ich diese Frage wirklich ganz gut beantworten. <em>(lacht)<\/em> Ja, ich glaube, die Kultur hat in \u00d6sterreich wirklich einen anderen Stellenwert \u2013 kulturelle Ereignisse werden viel mehr in der breiten \u00d6ffentlichkeit wahrgenommen als beispielsweise in Deutschland. Das ist mir oft aufgefallen. Kultur hat einen h\u00f6heren Wert hier \u2013 das ist sch\u00f6n und besonders. Eine gro\u00dfe Motivation f\u00fcr unsere Arbeit im \u00dcbrigen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile has-media-on-the-top has-background\" style=\"background-color:#f6f6f6\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\" style=\"font-size:22px\"><strong><strong><strong><strong>Dieses Interview ist eine Leseprobe aus unserer Ausgabe November\/Dezember 2022<\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/product\/print-ausgabe-06-2022\/\" target=\"_blank\" aria-label=\" (opens in a new tab)\" rel=\"noreferrer noopener\" class=\"ek-link\">Print-Ausgabe bestellen<\/a><\/strong> | <strong><a href=\"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/product\/pdf-ausgabe-06-2022\/\" target=\"_blank\" aria-label=\" (opens in a new tab)\" rel=\"noreferrer noopener\" class=\"ek-link\">PDF-Ausgabe bestellen<\/a><\/strong><\/p>\n<\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die neue Pr\u00e4sidentin der Salzburger Festspiele Dr. Kristina Hammer startet ihre Aufgabe in turbulenten Zeiten. Sie darf nicht nur, sie muss einige Dinge neu denken<\/p>","protected":false},"author":14,"featured_media":8123,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"tpgb_global_settings":"","_editorskit_title_hidden":false,"_editorskit_reading_time":9,"_editorskit_is_block_options_detached":false,"_editorskit_block_options_position":"{}","_eb_attr":"","footnotes":""},"categories":[86,1666],"tags":[],"class_list":["post-8122","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-beitraege","category-beitraege-2022-06"],"tpgb_featured_images":{"full":["https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/kristina-hammer-c-sf-peter-rigaud.jpg",1500,844,false],"tp-image-grid":["https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/kristina-hammer-c-sf-peter-rigaud.jpg",700,394,false],"thumbnail":["https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/kristina-hammer-c-sf-peter-rigaud-150x150.jpg",150,150,true],"medium":["https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/kristina-hammer-c-sf-peter-rigaud-300x169.jpg",300,169,true],"medium_large":["https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/kristina-hammer-c-sf-peter-rigaud-768x432.jpg",600,338,true],"large":["https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/kristina-hammer-c-sf-peter-rigaud-1024x576.jpg",600,338,true],"default":"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/plugins\/the-plus-addons-for-block-editor\/assets\/images\/tpgb-placeholder.jpg"},"tpgb_post_meta_info":{"get_date":"28. Oktober 2022","get_modified_date":"27. Oktober 2022","category_list":{"category":[{"term_id":86,"name":"Beitr\u00e4ge","slug":"beitraege","term_group":0,"term_taxonomy_id":86,"taxonomy":"category","description":"","parent":0,"count":75,"filter":"raw","order":"0"},{"term_id":1666,"name":"Beitr\u00e4ge 2022\/06","slug":"beitraege-2022-06","term_group":0,"term_taxonomy_id":1666,"taxonomy":"category","description":"","parent":86,"count":2,"filter":"raw","order":"0"}],"post_tag":false},"author_name":"Silvia Murauer","author_url":"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/de\/author\/mailsilviamurauer-de\/","author_email":"mail@silviamurauer.de","author_website":"","author_description":"","author_facebook":"","author_twitter":"","author_instagram":"","author_role":["administrator"],"author_firstname":"Silvia","author_lastname":"Murauer","user_login":"mail@silviamurauer.de","author_avatar":"<img alt='' src='https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/f621fd74b09e85b40b2840fd83e82293b9a74c7122761b5607082e36ece1f9d0?s=200&#038;d=mm&#038;r=g' srcset='https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/f621fd74b09e85b40b2840fd83e82293b9a74c7122761b5607082e36ece1f9d0?s=400&#038;d=mm&#038;r=g 2x' class='avatar avatar-200 photo' height='200' width='200' decoding='async'\/>","author_avatar_url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/f621fd74b09e85b40b2840fd83e82293b9a74c7122761b5607082e36ece1f9d0?s=96&d=mm&r=g","comment_count":0,"post_likes":0,"post_views":0},"tpgb_post_category":{"category":"<a href=\"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/de\/category\/beitraege\/\" alt=\"Beitr\u00e4ge\"  class=\"category-beitraege\">Beitr\u00e4ge<\/a> <a href=\"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/de\/category\/beitraege\/beitraege-2022-06\/\" alt=\"Beitr\u00e4ge 2022\/06\"  class=\"category-beitraege-2022-06\">Beitr\u00e4ge 2022\/06<\/a> "},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8122","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/14"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8122"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8122\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8123"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8122"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8122"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8122"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}