{"id":9129,"date":"2023-08-29T12:10:00","date_gmt":"2023-08-29T10:10:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/?p=9129"},"modified":"2023-08-28T17:25:08","modified_gmt":"2023-08-28T15:25:08","slug":"auf-buehnen-und-bergen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/de\/2023\/08\/29\/auf-buehnen-und-bergen\/","title":{"rendered":"Auf B\u00fchnen und Bergen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ein Gespr\u00e4ch mit dem Wahlschweizer \u00fcber Sport- und Musikerziehung in der finnischen Heimat, asiatische Orchesterkultur und sein au\u00dfergew\u00f6hnliches Hobby<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Interview Iris Steiner<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Herr Inkinen, wenn man bedenkt, dass Ihr Land nur 5,5 Millionen Einwohner hat, ist die Anzahl der Musik\u00adstars, die es hervorbringt, schon bemerkenswert. \u00adLeben Sie dort so entschleunigt, dass man mehr Zeit f\u00fcr Kunst und Kultur hat?<\/strong><br>Vielleicht, ja. Das Gleiche k\u00f6nnte man aber auch \u00fcber unser Nachbarland Schweden sagen oder \u00fcber England und Schottland. Wir da oben im Norden sind uns in vielen Dingen \u00e4hnlich, nicht nur wegen der sch\u00f6nen Natur. Wir Finnen befinden uns rein geostrategisch in einer Art &#8222;Zwischenposition&#8220;. Vielleicht gibt uns das eine gewisse Charakterst\u00e4rke und den sportlichen Ehrgeiz, sich mit den Nachbarn zu messen. Vielleicht sind wir dadurch auch besonders mutig und haben weniger Angst vor so unsicheren Berufen wie Formel-1-Fahrer oder Dirigent. <em>(lacht)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sind Finnen melancholisch? Ich denke an Sibelius oder die ber\u00fchmte finnische Tangoszene \u2026<\/strong><br>Ich denke schon. Sie finden diese ganz besondere &#8222;finnische Stimmung&#8220; in unserer Musik \u2013 und eben beim finnischen Tango, der ja ein recht merkw\u00fcrdiges Detail unserer Volkstradition ist.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie haben Sie als Kind die Rolle von Musik in Ihrem Leben in Erinnerung? Wurden Sie musikalisch er\u00adzogen?<\/strong><br>Durch Sibelius hat Finnland eine starke musikalische Identit\u00e4t erhalten. Ohne ihn g\u00e4be es das, was wir heute haben \u2013 ein Musik-Institut-System \u00fcbers ganze Land verteilt \u2013 sicher nicht. Nat\u00fcrlich hatten wir davor auch ein Musikleben, aber Sibelius verst\u00e4rkte in besonderem Ma\u00dfe durch Musik unsere nationale Identit\u00e4t. In Finnland gibt es in jedem kleinen Dorf quasi kostenlosen Musikunterricht. Das war und ist politisch gewollt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Liegt das auch an der d\u00fcnnen Besiedelung des Landes?<\/strong><br>Ja, auch das, aber der politische Wille war genauso wichtig. Mein Leben w\u00e4re sonst sicher ebenfalls anders verlaufen. Die Stadt Kouvola, in der ich aufgewachsen bin, hat 130.000 Einwohner \u2013 und ein Staatsorchester. Auf einer Fl\u00e4che, die heute gr\u00f6\u00dfer ist als das Staats\u00adgebiet von Luxemburg! Dort absolvierte ich meine allerersten Profi-Dirigate und habe als Solist Geige gespielt. Im Umkreis von 50 km gab es fr\u00fcher sogar noch ein zweites Orchester, was eigentlich unglaublich ist. Meine musikalische Ausbildung begann schon mit drei oder vier Jahren und einer Aufnahmepr\u00fcfung mit Klavier im Musik-Institut, dann ist recht schnell die Geige dazugekommen. Alles war aber wirklich nur ein Hobby unter vielen anderen Hobbys, ohne Druck. Meine Eltern sind keine Musikprofis.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Es ist jetzt aber nicht so, dass Sie nicht auch auf der Geige erfolgreich sind.<\/strong><br>Das hat sich erst viel sp\u00e4ter gezeigt. Als Kind habe ich genauso viel Sport wie Musik gemacht und vieles ausprobiert. Tennis habe ich beispielsweise relativ schnell wieder aufgegeben, weil man da sonntagmorgens um 7 Uhr beim Training sein musste. &#8222;Geblieben&#8220; ist der Fu\u00dfball \u2013 und die Geige. Mit ungef\u00e4hr zw\u00f6lf Jahren musste ich mich dann entscheiden, womit ich jetzt ernsthaft weitermache. Beides war parallel nicht zu schaffen \u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Es h\u00e4tte also auch ein Fu\u00dfballer aus Ihnen werden k\u00f6nnen?<\/strong><br>Durchaus. Zwei der erfolgreichsten finnischen Spieler damals stammten aus meiner Gegend: Sami \u00adHyypi\u00e4 war Kapit\u00e4n von Liverpool und Jari Litmanen mit Ajax \u00adAmsterdam der erste finnische Champions-League-Sieger. Dessen erster Trainer hat wiederum sp\u00e4ter auch uns trainiert. Wir schwammen durch ihn in einem gewissen Hype mit und hatten reale Vorbilder, die uns zeigten, dass Erfolg m\u00f6glich ist.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ist Ihr professionelles Violinspiel aus Dirigentensicht ein Vorteil, um Ihren Orchestermusikern m\u00f6glichst klare Signale geben zu k\u00f6nnen?<\/strong><br>Die Basis der Schule unseres Dirigier-Professors Jorma Panula an der Sibelius Academy Helsinki bestand in der \u00dcberzeugung, dass man mindestens ein Orchesterinstrument auf hohem Niveau beherrschen und sowohl ein Streich- wie auch ein Blasinstrument lernen musste. \u00adPanula hat unser finnisches Unterrichtssystem mit aufgebaut, ohne &#8222;Instrument-in-der-Hand-Erfahrung&#8220; hatte man keine Chance in seiner Dirigierklasse.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"938\" src=\"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Dvorak-8-Pietari-Inkinen0689_foto-Andreas-Zihler-1024x938.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-9131\" srcset=\"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Dvorak-8-Pietari-Inkinen0689_foto-Andreas-Zihler-1024x938.jpg 1024w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Dvorak-8-Pietari-Inkinen0689_foto-Andreas-Zihler-300x275.jpg 300w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Dvorak-8-Pietari-Inkinen0689_foto-Andreas-Zihler-768x703.jpg 768w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Dvorak-8-Pietari-Inkinen0689_foto-Andreas-Zihler-500x458.jpg 500w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Dvorak-8-Pietari-Inkinen0689_foto-Andreas-Zihler-800x733.jpg 800w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Dvorak-8-Pietari-Inkinen0689_foto-Andreas-Zihler-870x797.jpg 870w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Dvorak-8-Pietari-Inkinen0689_foto-Andreas-Zihler-600x550.jpg 600w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Dvorak-8-Pietari-Inkinen0689_foto-Andreas-Zihler.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Das Faible f\u00fcrs Sp\u00e4tromantische ist dem Finnen quasi in die Wiege gelegt, sein Interesse gilt aber auch der Moderne (Foto Andreas Zihler)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Sie dirigieren dieses Jahr in Bayreuth zum ersten Mal den &#8222;Ring&#8220;. Um Ihr generelles &#8222;Ring&#8220;-Deb\u00fct rankt sich eine recht kuriose Geschichte. Erz\u00e4hlen Sie mal.<\/strong><br>Es kam das Angebot aus Palermo, mit Graham Vick den kompletten &#8222;Ring&#8220; zu machen. Nicht untypisch in \u00adItalien, sind wir im Fr\u00fchjahr 2013 mit dem &#8222;Rheingold&#8220; und der &#8222;Walk\u00fcre&#8220; gestartet und begannen parallel schon f\u00fcr den Herbst mit den Proben zu &#8222;Siegfried&#8220;. Im Juni stellte man leider fest, dass das Budget des Theaters so weit \u00fcberzogen war, dass wir nicht wie geplant weitermachen konnten. Wir waren schockiert \u2013 und ich hatte pl\u00f6tzlich zweieinhalb Monate L\u00fccke in meinem Kalender. W\u00e4hrend einer Neuseeland-Tournee mit dem Verdi-Requiem erhielt ich von Lyndon Terracini, dem damaligen Intendanten der Opera Australia, eine \u00fcberraschende Einladung zum Abendessen. An seinem Haus war genau zu dieser Zeit der Dirigent ihrer neuen &#8222;Ring&#8220;-Produktion pl\u00f6tzlich ausgefallen. So wurde mein italienisches &#8222;Ring&#8220;-Deb\u00fct ein australisches.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sie sind ausnehmend viel &#8222;auf der anderen Seite der Welt&#8220; unterwegs und arbeiten in L\u00e4ndern, bei denen man nicht vorrangig an klassische Musik denkt. Ist das Zufall?<\/strong><br>So etwas ergibt sich meistens \u2013 die Orte, an denen man arbeitet, kann man nicht auf dem Rei\u00dfbrett planen. Gerade das Orchester in Neuseeland ist ein richtig tolles, modernes Orchester mit sehr viel Neugierde und ohne Vorbehalte. Ich durfte schon w\u00e4hrend meiner Ausbildung mit 25 bei den Helsinki Philharmonic einspringen. Und w\u00e4hrend eines Engagements beim New Zealand Symphony Orchestra hat es zwischen dem Orchester und mir so &#8222;gefunkt&#8220;, dass sie mich direkt gefragt haben, ob ich nicht der n\u00e4chste Musikdirektor sein \u00adk\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sie arbeiten viel mit asiatischen Orchestern, momentan als Chefdirigent in Seoul. Worin unterscheiden sich asiatische von europ\u00e4ischen Orchestern?<\/strong><br>Die kann man gar nicht vergleichen. Schon zwischen \u00adJapan und Korea gibt es gro\u00dfe Unterschiede \u2013 und \u00adChina ist wieder v\u00f6llig anders. Ich war bis vor Kurzem und 15 Jahre lang erster Gast- und sp\u00e4ter Chefdirigent der Japan Philharmonic. Interessant ist vielleicht, dass dort 98 Prozent Japaner im Orchester spielen, w\u00e4hrend man in europ\u00e4ischen Orchestern \u00fcberhaupt nicht mehr auf einheitliche Nationalit\u00e4ten oder kulturelle Backgrounds achtet. Das wirkt sich sehr auf die \u00c4sthetik eines Orchesters aus. In Japan stellt man eine sehr feine Sensitivit\u00e4t f\u00fcr (Klang-)Farben fest, die vielleicht &#8222;typisch japanisch&#8220; ist und funktioniert wie die DNA des ganzen Landes: keine allzu gro\u00dfen Einfl\u00fcsse des Individualstils, sensible Antennen f\u00fcr das Ensemble und gro\u00dfe R\u00fccksichtnahme untereinander. Es geht immer um das Wohl der Gruppe, weniger ein Individualprinzip wie im Westen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das klingt im Ergebnis nach einem sehr homogenen Orchesterklang.<\/strong><br>Ein bisschen schon. In Korea ist es wieder anders, da sp\u00fcrt man deutlich die starke Hierarchie der Gesellschaft, die schon in der Schule verankert wird. Die \u00adKoreaner arbeiten unter gro\u00dfem Stress, aber trotzdem voller Feuer. Sie w\u00fcrden immer alles geben f\u00fcr ihre &#8222;Mannschaft&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sprechen wir \u00fcber Bayreuth. Ihr erster &#8222;Ring&#8220; hier ist nicht nur ein generell umstrittener, sondern auch Ihre ganz pers\u00f6nliche Odyssee. Erst jetzt, 2023, sind Sie nach drei Jahren endlich am Pult angekommen. Ist das noch eine Freude \u2013 oder langsam nervig, weil es sich schon zu lange hinzieht?<\/strong><br>Es ist gut, dass wir nun endlich den Arbeitsprozess zu Ende bringen konnten, nachdem ich im letzten Jahr kurz vor der Premiere krankheitsbedingt absagen \u00admusste. Dar\u00fcber freue ich mich sehr. Es gab, wie Sie wissen, relativ viele Umbesetzungen und nicht nur der Dirigent hat gewechselt. Daher spielt das letzte Jahr eigentlich keine Rolle mehr. Es ist eine neue Arbeit.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Inszenierung von Valentin Schwarz wurde sehr kontrovers diskutiert. Ist die musikalische Leitung schwieriger, wenn eine Handlung so &#8222;gegen den Strich&#8220; geb\u00fcrstet wird wie in diesem Fall? Tun Sie sich schwerer oder spielt es keine Rolle \u2013 zumindest solange die schauspielerischen Anforderungen an die S\u00e4nger nicht zu physischen Beeintr\u00e4chtigungen f\u00fchren?<\/strong><br>Es ist nat\u00fcrlich nicht egal, was auf der B\u00fchne passiert, aber wir realisieren die Musik so fein wie wir k\u00f6nnen. Und wenn auf der B\u00fchne etwas richtig st\u00f6rt, dann muss man reagieren. Valentin Schwarz hat \u00fcbrigens eine musikalische Ausbildung auf der Geige, er kann sich gut einf\u00fchlen in das, was geht und was nicht. Das ist nicht immer der Fall, unsere Zusammenarbeit ist auch deshalb eine sehr gute.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die vielen Buhs f\u00fcr die Regie lassen sicher auch die S\u00e4nger nicht kalt. Beeintr\u00e4chtigt so etwas eigentlich die Motivation und die musikalische Gesamtleistung der Mitwirkenden?<\/strong><br>Es ist schon extrem hier, ja. Aber es passiert nicht zum ersten Mal und wenn man sieht, dass es erstmals ein paar Pl\u00e4tze im freien Verkauf gibt, freut sich vielleicht auch ein neues Klientel \u00fcber eine Karte und genie\u00dft einen &#8222;Ring&#8220;, der von viel Traditionalismus befreit wurde. Sehen wir es doch positiv!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Im November werden Sie an der Deutschen Oper \u00adBerlin zum ersten Mal den &#8222;\u00adTannh\u00e4user&#8220; dirigieren. Ist Wagner Ihr Lieblingsrepertoire oder sehen Sie sich als Generalist?<\/strong><br>Die sp\u00e4tromantische Richtung war schon immer mein Bereich, diesbez\u00fcglich bin ich ein typischer Finne. Aber ich finde auch Weltpremieren und moderne Musik spannend und bin generell neugierig. Was ich vor allem nicht mag, ist immer das Gleiche zu machen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"945\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Pietari-Inkinen-privat-945x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-9132\" srcset=\"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Pietari-Inkinen-privat-945x1024.jpg 945w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Pietari-Inkinen-privat-277x300.jpg 277w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Pietari-Inkinen-privat-768x832.jpg 768w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Pietari-Inkinen-privat-500x542.jpg 500w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Pietari-Inkinen-privat-800x867.jpg 800w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Pietari-Inkinen-privat-870x943.jpg 870w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Pietari-Inkinen-privat-600x650.jpg 600w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Pietari-Inkinen-privat.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 945px) 100vw, 945px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Ein rasantes Hobby sorgt f\u00fcr die beste Balance: Pietari Inkinen ist leidenschaftlicher Skifahrer \u2013 am liebsten Downhill (Foto privat)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Sie leben seit \u00fcber zehn Jahren in der Schweiz und sind begeisterter Downhill-Skifahrer. Eine \u00adwaghalsige Sportart, die nicht gerade dem Mainstream folgt. Wie sind Sie dazu gekommen?<\/strong><br>Ich bin ein finnisch-schweizerischer Dirigent, seit Kurzem &#8222;stolzer Besitzer&#8220; eines Schweizer Passes. Es war immer mein Traum, an einem Ort zu leben, wo mein Beruf und mein Lieblingshobby zusammenpassen. In der Schweiz kann ich diesen Sport vor der Haust\u00fcre aus\u00fcben und gleichzeitig meinen K\u00f6rper durch eine komplett andere Belastung mit anderer Art von Adrenalinschub ausgleichen. Eine Woche nur am Strand zu liegen, w\u00e4re nichts f\u00fcr mich.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Man sagt nicht von ungef\u00e4hr, dass auch das Dirigieren eine sehr sportliche Angelegenheit ist \u2026<\/strong><br>\u2026 und wenn man eine Geige zw\u00f6lf Stunden lang am Kinn h\u00e4lt, bekommt man auch davon Schulterschmerzen. Es ist egal, was man intensiv macht, man braucht einen Ausgleich. Sonst geht es nicht sehr lange gut.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile has-media-on-the-top has-background\" style=\"background-color:#f6f6f6\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\" style=\"font-size:22px\"><strong><strong><strong><strong>Dieser Artikel ist eine Leseprobe aus unserer Ausgabe September\/Oktober 2023<\/strong><\/strong><\/strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/de\/product\/print-ausgabe-05-2023\/\" target=\"_blank\" aria-label=\" (opens in a new tab)\" rel=\"noreferrer noopener\" class=\"ek-link\">Print-Ausgabe bestellen<\/a><\/strong> | <strong><a href=\"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/de\/product\/pdf-ausgabe-05-2023\/\" target=\"_blank\" aria-label=\" (opens in a new tab)\" rel=\"noreferrer noopener\" class=\"ek-link\">PDF-Ausgabe bestellen<\/a><\/strong><\/p>\n<\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Drei Jahre musste Dirigent Pietari Inkinen auf sein Bayreuther \u201eRing\u201c-Deb\u00fct warten, diesen Sommer hat es nun endlich geklappt<\/p>","protected":false},"author":14,"featured_media":9130,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"tpgb_global_settings":"","_editorskit_title_hidden":false,"_editorskit_reading_time":0,"_editorskit_is_block_options_detached":false,"_editorskit_block_options_position":"{}","_eb_attr":"","footnotes":""},"categories":[86,1685],"tags":[],"class_list":["post-9129","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-beitraege","category-beitraege-2023-05"],"tpgb_featured_images":{"full":["https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/KK_08451-c-Kaupo-Kikkas-Deutsche-Radio-Philharmonie.jpg",1500,844,false],"tp-image-grid":["https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/KK_08451-c-Kaupo-Kikkas-Deutsche-Radio-Philharmonie.jpg",700,394,false],"thumbnail":["https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/KK_08451-c-Kaupo-Kikkas-Deutsche-Radio-Philharmonie-150x150.jpg",150,150,true],"medium":["https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/KK_08451-c-Kaupo-Kikkas-Deutsche-Radio-Philharmonie-300x169.jpg",300,169,true],"medium_large":["https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/KK_08451-c-Kaupo-Kikkas-Deutsche-Radio-Philharmonie-768x432.jpg",600,338,true],"large":["https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/KK_08451-c-Kaupo-Kikkas-Deutsche-Radio-Philharmonie-1024x576.jpg",600,338,true],"default":"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/plugins\/the-plus-addons-for-block-editor\/assets\/images\/tpgb-placeholder.jpg"},"tpgb_post_meta_info":{"get_date":"29. 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