{"id":9623,"date":"2024-03-01T13:00:00","date_gmt":"2024-03-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/?p=9623"},"modified":"2024-03-07T12:26:33","modified_gmt":"2024-03-07T11:26:33","slug":"volksoper1938","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/de\/2024\/03\/01\/volksoper1938\/","title":{"rendered":"Sperr ma zua \u2026"},"content":{"rendered":"<p><em>von Florian Maier<\/em><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Sie haben sich gefunden, allen Turbulenzen und Tr\u00e4nchen, allen Verwirrungen und Verwechslungen zum Trotz. Einer F\u00fcnffach-Hochzeit steht also endlich nichts mehr im Wege, die Operettenseligkeit schwingt sich auf zum gro\u00dfen Finale \u2013 und geht \u00fcber in einen martialischen Marsch, w\u00e4hrend im Hintergrund historische Aufnahmen ausgemergelter KZ-Insassen projiziert werden und braungewandete Statisten mit Hakenkreuzbinden die B\u00fchne beherrschen \u2026<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eEs bl\u00fcht die s\u00fc\u00dfe Rebe,<br>Der Himmel ist so blau,<br>Viel tausend Jahre lebe<br>Der Zauber der Wachau!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Am 14. Dezember 2023 begeht die Volksoper Wien \u00adihren 125. Geburtstag. Direktorin Lotte de Beer und ihr Team h\u00e4tten es sich einfach machen k\u00f6nnen: mit einer glamour\u00f6sen Jubil\u00e4umsgala, einem gef\u00e4lligen k\u00fcnstlerischen Potpourri, den \u00fcblichen wohlwollenden Reden aus Politik und Gesellschaft und vielleicht noch einer h\u00fcbschen Begleitbrosch\u00fcre f\u00fcrs heimische Regal. Schnell auf die Beine gestellt, schneller Glanz f\u00fcrs eigene Image, schnell vergessen. Stattdessen geht an diesem Abend eine \u00fcber mehrere Jahre gewachsene St\u00fcckentwicklung \u00fcber die B\u00fchne: \u201eLass uns die Welt vergessen \u2013 Volksoper 1938\u201c. Eine Produktion, die dort nachbohrt, wo viel zu lange tabuisiert wurde, die Stellung bezieht und auch einfordert: \u201eWas w\u00fcrdest Du tun?\u201c<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"498\" src=\"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Ulrike_Steinsky_Sebastian_Reinthaller_Julia_Koci_Carste-c-Barbara-Palffy-Volksoper-Wien-1024x498.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-9629\" srcset=\"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Ulrike_Steinsky_Sebastian_Reinthaller_Julia_Koci_Carste-c-Barbara-Palffy-Volksoper-Wien-1024x498.jpg 1024w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Ulrike_Steinsky_Sebastian_Reinthaller_Julia_Koci_Carste-c-Barbara-Palffy-Volksoper-Wien-300x146.jpg 300w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Ulrike_Steinsky_Sebastian_Reinthaller_Julia_Koci_Carste-c-Barbara-Palffy-Volksoper-Wien-768x374.jpg 768w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Ulrike_Steinsky_Sebastian_Reinthaller_Julia_Koci_Carste-c-Barbara-Palffy-Volksoper-Wien-500x243.jpg 500w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Ulrike_Steinsky_Sebastian_Reinthaller_Julia_Koci_Carste-c-Barbara-Palffy-Volksoper-Wien-800x389.jpg 800w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Ulrike_Steinsky_Sebastian_Reinthaller_Julia_Koci_Carste-c-Barbara-Palffy-Volksoper-Wien-1280x623.jpg 1280w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Ulrike_Steinsky_Sebastian_Reinthaller_Julia_Koci_Carste-c-Barbara-Palffy-Volksoper-Wien-870x423.jpg 870w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Ulrike_Steinsky_Sebastian_Reinthaller_Julia_Koci_Carste-c-Barbara-Palffy-Volksoper-Wien-600x292.jpg 600w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Ulrike_Steinsky_Sebastian_Reinthaller_Julia_Koci_Carste-c-Barbara-Palffy-Volksoper-Wien.jpg 1500w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">\u201eWem dienen wir?\u201c \u2013 \u201eDer Kunst.\u201c \u2013 \u201eUnd sonst?\u201c \u2013 \u201eDem F\u00fchrer!\u201c (Foto Barbara Pa\u0301lffy\/Volksoper Wien)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p style=\"font-size:24px\"><strong>\u201eIhre Dienste werden nicht mehr \u00adben\u00f6tigt.\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie Politik ist unwichtig! In vier Wochen ist Premiere! Das ist wichtig!\u201c Anfang 1938 sind die Proben zur Revueoperette \u201eGru\u00df und Kuss aus der Wachau\u201c in vollem Gange. Und auch wenn Regisseur Kurt Hesky es nicht wahrhaben will, die bittere Realit\u00e4t drau\u00dfen spitzt sich immer mehr zu: \u00adSchuschniggs austrofaschistischer \u201eSt\u00e4ndestaat\u201c und sein Ringen um Unabh\u00e4ngigkeit von Hitler-Deutschland, eine verzweifelt initiierte und dann doch noch gestoppte Volksabstimmung, der Einmarsch der Nationalsozialisten, die Rede am Heldenplatz. Der \u201eAnschluss\u201c am 12. M\u00e4rz 1938 \u00e4ndert \u00fcber Nacht alles \u2013 auch f\u00fcr die Volksoper. 1898 zum 50. Thronjubil\u00e4um von Kaiser Franz Joseph noch mit deutlich antisemitischer Satzung er\u00f6ffnet, hatten sich die Vorzeichen am Haus inzwischen umgekehrt: Die Volksoper lebte in der Zwischenkriegszeit ganz wesentlich vom kreativen Input ihrer j\u00fcdischen K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler. Und jetzt? \u201eIhre Dienste werden nicht mehr ben\u00f6tigt.\u201c Entlassungen. Vertreibung. Flucht. Verhaftung. Deportation. Ermordung im KZ.<\/p>\n\n\n\n<p>2018 ver\u00f6ffentlichte Historikerin Marie-Theres Arnbom die Ergebnisse einer aufw\u00e4ndigen weltweiten Recherche rund um die letzte Volksopern-Premiere vor dem \u201eAnschluss\u201c, Jara Bene\u0161\u2019 \u201eGru\u00df und Kuss aus der Wachau\u201c auf Texte von Hugo \u00adWiener, Kurt Breuer und Fritz L\u00f6hner-Beda. Das Ziel: Erinnerungsarbeit f\u00fcr die damaligen Schicksale j\u00fcdischer Ensemblemitglieder leisten, ihre Geschichten dem Dunkel der Zeit entrei\u00dfen, stellvertretend f\u00fcr so viele ausgel\u00f6schte oder f\u00fcr immer \u00fcberschattete Leben. Lotte de Beer wird kurz nach ihrer Berufung 2020 auf die Publikation aufmerksam, die im Zuge von \u201eLass uns die Welt vergessen\u201c jetzt in erg\u00e4nzter Neuauflage erschienen ist. F\u00fcr die Urauff\u00fchrung l\u00e4sst sie Arnboms Erkenntnisse f\u00fcr die B\u00fchne adaptieren: Das Ensemble von heute spielt das Ensemble von damals.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile has-background\" style=\"background-color:#eaeaea;grid-template-columns:32% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img decoding=\"async\" width=\"691\" height=\"965\" src=\"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Arnbom_RGB_1D_LR-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-9631 size-full\" srcset=\"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Arnbom_RGB_1D_LR-1.jpg 691w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Arnbom_RGB_1D_LR-1-215x300.jpg 215w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Arnbom_RGB_1D_LR-1-500x698.jpg 500w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Arnbom_RGB_1D_LR-1-600x838.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 691px) 100vw, 691px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p><br><strong>EMPFEHLUNG<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Marie-Theres Arnbom: <br>\u201e\u201aIhre Dienste werden nicht mehr ben\u00f6tigt\u2018: Aus der Volksoper vertrieben \u2013 K\u00fcnstlerschicksale 1938\u201c <br>(Erg\u00e4nzte Neuausgabe 2023) <br>206 Seiten, Amalthea<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p style=\"font-size:24px\"><strong>Albtraum und Traumwelt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eine \u201eSt\u00fcck im St\u00fcck\u201c-Situation mit zwei Extremen, wie man sie sich unvereinbarer kaum vorstellen kann: hier fr\u00f6hlicher Operettenklamauk in k\u00f6stlichstem Wiener Schm\u00e4h, mit spritzigen Choreos (Florian Hurler) und pastelligen Prospekten; dort eine angespannte Probenatmosph\u00e4re, die Angst vor den neuesten Nachrichten, eine vergiftete \u201eEnsemblekultur\u201c, in der die einen blinde Panik ums nackte \u00dcberleben haben und die anderen ihre Mitgliedschaft in der \u201eNationalsozialis\u00adtischen Betriebszellenorganisation\u201c \u00fcber eigenm\u00e4chtig angezogene NS-Uniformen auch auf die B\u00fchne tragen. \u201eJeder 10. \u00adWiener ist Jude, wissen Sie das?\u201c \u2013 \u201eEin echter Wiener z\u00e4hlt nur bis 9.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Der niederl\u00e4ndische Regisseur und Autor Theu Boermans hat sich des Spagats zwischen den Erz\u00e4hlebenen angenommen. Mit viel Fingerspitzengef\u00fchl zeichnet er nach, was damals hinter den Kulissen der Volksoper so oder \u00e4hnlich passiert sein muss. Am linken B\u00fchnenrand positioniert er das Regieteam von 1938, in der Mitte werden in schnellen Probendurchl\u00e4ufen und mit zunehmendem Chaos die einzelnen Szenen von \u201eGru\u00df und Kuss\u201c abgespult \u2013 dazwischen die schwelenden Konflikte zwischen Opfern, T\u00e4tern und \u201eVerdr\u00e4ngern\u201c, die wegschauen, still und ohne jedes Anecken an ihrem br\u00fcchigen \u201eAlltag\u201c festhalten wollen. Historische Aufnahmen, darunter Schuschniggs Rundfunkansprache (\u201eGott sch\u00fctze \u00d6sterreich!\u201c) und der frenetische Jubel f\u00fcr Hitler bei dessen Rede am Heldenplatz, geben auf beklemmende Weise den fatalen Lauf der Geschichte wieder. Wie dieser den einzelnen Charakteren mehr und mehr den Boden unter den F\u00fc\u00dfen wegzieht, wird in privaten, abendlichen Momenten greifbar, die B\u00fchnenbildner Bernhard Hammer auf einem kalten Stahlkarussell verortet.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"743\" src=\"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/2023_12_11_OHP_lass-_uns_BP_384-c-Barbara-Palffy-Volksoper-Wien-1024x743.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-9627\" srcset=\"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/2023_12_11_OHP_lass-_uns_BP_384-c-Barbara-Palffy-Volksoper-Wien-1024x743.jpg 1024w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/2023_12_11_OHP_lass-_uns_BP_384-c-Barbara-Palffy-Volksoper-Wien-300x218.jpg 300w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/2023_12_11_OHP_lass-_uns_BP_384-c-Barbara-Palffy-Volksoper-Wien-768x558.jpg 768w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/2023_12_11_OHP_lass-_uns_BP_384-c-Barbara-Palffy-Volksoper-Wien-500x363.jpg 500w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/2023_12_11_OHP_lass-_uns_BP_384-c-Barbara-Palffy-Volksoper-Wien-800x581.jpg 800w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/2023_12_11_OHP_lass-_uns_BP_384-c-Barbara-Palffy-Volksoper-Wien-1280x929.jpg 1280w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/2023_12_11_OHP_lass-_uns_BP_384-c-Barbara-Palffy-Volksoper-Wien-870x632.jpg 870w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/2023_12_11_OHP_lass-_uns_BP_384-c-Barbara-Palffy-Volksoper-Wien-600x436.jpg 600w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/2023_12_11_OHP_lass-_uns_BP_384-c-Barbara-Palffy-Volksoper-Wien.jpg 1500w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Solidarisch sein oder weiterarbeiten? Die Operettenk\u00fcnstler Emil Kraus (Sebastian \nReinthaller) und Frida Hechy (Ulrike Steinsky) (Foto Barbara Pa\u0301lffy\/Volksoper Wien)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>In der Realit\u00e4t wurde \u201eGru\u00df und Kuss aus der Wachau\u201c am 16. Februar 1938 uraufgef\u00fchrt und nach dem \u201eAnschluss\u201c in einer \u201earisierten\u201c neuen Textfassung noch einen Monat lang gespielt \u2013 die Musik des tschechischen Komponisten Jara Bene\u0161 wurde weiterhin verwendet, da er im Gegensatz zu den Librettisten nicht j\u00fcdischer Herkunft war. Boermans nimmt sich f\u00fcr seine Dramatisierung die Freiheit, das historisch verb\u00fcrgte Premierendatum um einige Wochen nach hinten zu verlegen, um so die reale Katastrophe und den Operetteneskapismus diametral zuspitzen und die Haltungen seiner Figuren noch sch\u00e4rfer herausarbeiten zu k\u00f6nnen. Laufende Umbesetzungen abseits jeglicher menschlichen W\u00fcrde oder k\u00fcnstlerischen Berechtigung werden dadurch erst recht ad absurdum in ihrer Fratzenhaftigkeit entlarvt.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p style=\"font-size:24px\"><strong>\u201eEin heiterer deutscher Theaterabend\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>An Kunst um der Kunst willen ist anno 1938 ohnehin l\u00e4ngst nicht mehr zu denken. Fritz L\u00f6hner-Beda, in der Zwischenkriegszeit einer der erfolgreichsten Librettisten und Schlagertexter, wird unmittelbar nach dem \u201eAnschluss\u201c verhaftet und 1942 in Auschwitz erschlagen. Regisseur Kurt Hesky fl\u00fcchtet nach Brasilien und findet sich dort im Edelsteinhandel wieder \u2013 \u00fcber eine Fortsetzung seines k\u00fcnstlerischen Schaffens ist nichts bekannt. Victor Flemming, ein Wiener S\u00e4ngerstar, wird bei seinem Fluchtversuch verhaftet, nach Theresienstadt und Auschwitz deportiert, 1944 ermordet. Intendant Alexander Kowalewski kann dem antisemitischen Druck von innen und au\u00dfen nichts mehr \u00adentgegensetzen, wird seines Amtes enthoben und durch einen \u201earischen\u201c, regimekonformen Nachfolger ersetzt. Komponist Jara Bene\u0161 mit seinen schmissigen Jazz-Rhythmen ist den Nazis ein Dorn im Auge \u2013 seine aufstrebende Karriere ist schnell vorbei, er stirbt 1949 v\u00f6llig verarmt. Dirigent Kurt Herbert Adler flieht in die USA und leitet als einer der einflussreichsten Operndirektoren der Welt \u00fcber drei Jahrzehnte die San Francisco Opera. Sopranistin Hulda Gerin wird trotz ihrer j\u00fcdischen Wurzeln lange protegiert, geht erst nach M\u00fcnchen und muss dann doch emigrieren \u2013 nach dem Krieg gelingt ihr unter dem Namen Hilde G\u00fcden eine gro\u00dfe Karriere. Nur einige Namen, exemplarisch f\u00fcr unz\u00e4hlige Trag\u00f6dien. Das \u00d6sterreich der Nazizeit demontiert sich selbst. Und \u2013 Ironie des Schicksals \u2013 sorgt daf\u00fcr, dass all seine erstickte Schaffenskraft von den \u00dcberlebenden dieser Gr\u00e4ueltaten in die Welt getragen wird. Ein \u201eKulturtransfer wider Willen\u201c, wie Marie-Theres Arnbom es in ihrem Buch nennt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"506\" src=\"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Volksoper_Portraits-c-Archiv-Volksoper-bzw-Oesterreichisches-Theatermuseum-1024x506.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-9625\" srcset=\"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Volksoper_Portraits-c-Archiv-Volksoper-bzw-Oesterreichisches-Theatermuseum-1024x506.jpg 1024w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Volksoper_Portraits-c-Archiv-Volksoper-bzw-Oesterreichisches-Theatermuseum-300x148.jpg 300w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Volksoper_Portraits-c-Archiv-Volksoper-bzw-Oesterreichisches-Theatermuseum-768x379.jpg 768w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Volksoper_Portraits-c-Archiv-Volksoper-bzw-Oesterreichisches-Theatermuseum-500x247.jpg 500w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Volksoper_Portraits-c-Archiv-Volksoper-bzw-Oesterreichisches-Theatermuseum-800x395.jpg 800w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Volksoper_Portraits-c-Archiv-Volksoper-bzw-Oesterreichisches-Theatermuseum-1280x632.jpg 1280w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Volksoper_Portraits-c-Archiv-Volksoper-bzw-Oesterreichisches-Theatermuseum-870x430.jpg 870w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Volksoper_Portraits-c-Archiv-Volksoper-bzw-Oesterreichisches-Theatermuseum-600x296.jpg 600w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Volksoper_Portraits-c-Archiv-Volksoper-bzw-Oesterreichisches-Theatermuseum.jpg 1500w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Oben v.l.n.r.: Hugo Wiener (1904 Wien \u2013 1993 Wien), Jara Bene\u0161 (1897 Prag \u2013 1949 Wien), Kurt Herbert Adler (1905 Wien \u2013 1988 San Francisco), Alexander Kowalewski (1889 \u0141\u00f3d\u017a \u2013 1948 Wien); unten v.l.n.r.: Hulda Gerin (1917 Wien \u2013 1988 Klosterneuburg), Fritz L\u00f6hner-Beda (1883 Wildenschwert\/B\u00f6hmen \u2013 1942 KZ Auschwitz), Kurt Hesky (1904 Lundenburg\/M\u00e4hren \u2013 1961 Rio de Janeiro), Victor Flemming (1886 Wien \u2013 1944 KZ Auschwitz) (Fotos Archiv Volksoper Wien, O\u0308sterreichisches Theatermuseum)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>\u201eWas w\u00fcrdest Du tun?\u201c, so die zentrale Frage von \u201eLass uns die Welt vergessen \u2013 Volksoper 1938\u201c. Eine Frage, die uns alle etwas angeht. F\u00fcr \u201eGru\u00df und Kuss aus der \u00adWachau\u201c m\u00fcndet der aufziehende Genozid im programmierten B\u00fchnenchaos. Fast das gesamte Regieteam wird von einem Tag auf den anderen entlassen, Regisseur Kurt Hesky zum Weiterarbeiten gezwungen \u2013 er fl\u00fcchtet sich in den Alkohol. Solistinnen und Solisten verlieren ihre Rollen, andere sind sofort bereit einzuspringen. Solidarit\u00e4t der \u201earischen\u201c Kolleginnen und Kollegen? Jeder ist sich selbst am n\u00e4chsten. Besonders ber\u00fchrt eine fiktive Figur, die Theu Boermans ins Geschehen integriert: der Souffleur Ossip Rosental (\u00adAndreas Patton), ein sensibler, introvertierter Feingeist, der irgendwann sogar seine Kippa gegen eine Hakenkreuzfahne eintauschen muss, um auf dem Nachhauseweg durch die Stadt nicht sein Leben zu riskieren. Er erh\u00e4ngt sich. Und die Volksoper? Propagiert ihre \u201ebereinigte\u201c Premiere als \u201eheiteren deutschen Theaterabend\u201c. Der von Volksschauspieler Gerhard Ernst als melancholischer Kommentator angelegte B\u00fchnenmeister bringt es auf den Punkt: \u201eWos soi ma do song? Sperr ma zua \u2026\u201c<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"971\" src=\"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/2023_12_11_OHP_lass-_uns_BP_210-1-c-Barbara-Palffy-Volksoper-Wien-1024x971.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-9626\" srcset=\"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/2023_12_11_OHP_lass-_uns_BP_210-1-c-Barbara-Palffy-Volksoper-Wien-1024x971.jpg 1024w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/2023_12_11_OHP_lass-_uns_BP_210-1-c-Barbara-Palffy-Volksoper-Wien-300x285.jpg 300w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/2023_12_11_OHP_lass-_uns_BP_210-1-c-Barbara-Palffy-Volksoper-Wien-768x728.jpg 768w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/2023_12_11_OHP_lass-_uns_BP_210-1-c-Barbara-Palffy-Volksoper-Wien-500x474.jpg 500w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/2023_12_11_OHP_lass-_uns_BP_210-1-c-Barbara-Palffy-Volksoper-Wien-800x759.jpg 800w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/2023_12_11_OHP_lass-_uns_BP_210-1-c-Barbara-Palffy-Volksoper-Wien-870x825.jpg 870w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/2023_12_11_OHP_lass-_uns_BP_210-1-c-Barbara-Palffy-Volksoper-Wien-600x569.jpg 600w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/2023_12_11_OHP_lass-_uns_BP_210-1-c-Barbara-Palffy-Volksoper-Wien.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die fiktiven Rollen des B\u00fchnenmeisters (Gerhard Ernst) und des j\u00fcdischen Souffleurs Ossip Rosental (Andreas Patton) (Foto Barbara Pa\u0301lffy\/Volksoper Wien)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p style=\"font-size:24px\"><strong>\u201eDenn einmal kommt der Tag: dann sind wir frei!\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wie bringt man den Albtraum 1938 und die Traumwelt der Revueoperette (beide aufw\u00e4ndig und historiengetreu ausgestattet durch Jorine van Beek) auf einen gemeinsamen musikalischen Nenner? Keren Kagarlitsky, die aus Israel stammende Hausdirigentin der Volksoper, war f\u00fcr die Rekonstruktion der Partitur von \u201eGru\u00df und Kuss\u201c verantwortlich \u2013 nach langwierigen Recherchen konnte in einer M\u00fcnchner Bibliothek nur noch ein Klavierauszug mit der \u201earisierten\u201c neuen Textfassung und einigen wenigen Hinweisen zur Soloinstrumentierung ausfindig gemacht werden. Was da erstmals seit 85 Jahren wieder am \u00adW\u00e4hringer G\u00fcrtel erklingt, hat durchaus Ohrwurmcharakter, kleine kom\u00f6diantische Perlen und einiges an Schwung zu bieten \u2013 \u201ecatchy und kitschy\u201c, wie Kagarlitsky es nennt. Diesen heilen Schein kontrastiert sie mit \u201eentarteter\u201c Musik von Arnold Sch\u00f6nberg, Viktor \u00adUllmann und Gustav Mahler. Musikalische Br\u00fccken hat Kagarlitsky selbst noch w\u00e4hrend der Proben komponiert, unter dem unmittelbaren Eindruck des Angriffs der Hamas auf ihr Heimatland am 7. Oktober 2023. Milit\u00e4rische Blechrhythmen nisten sich da in Bene\u0161\u2019 streicherselige Operettenkulisse ein, ein hebr\u00e4isches Gebet f\u00fcr den Frieden wird zitiert und \u00fcber all dem schwebt die unendliche Trauer in Fritz L\u00f6hner-Bedas im Herbst 1938 im KZ entstandenen \u201eBuchenwaldlied\u201c:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eO Buchenwald, wir jammern nicht und klagen,<br>und was auch unser Schicksal sei,<br>wir wollen trotzdem ja zum Leben sagen,<br>denn einmal kommt der Tag: dann sind wir frei!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Oft genug wird die soziale Sprengkraft von Theater beschworen \u2013 oft genug ist ein Vorstellungsbesuch in Rekordzeit wieder vergessen. Nicht diesmal. \u201eLass uns die Welt \u00advergessen \u2013 Volksoper 1938\u201c l\u00e4sst einen nicht mehr los, die Beklemmung h\u00e4lt noch Tage, noch Wochen sp\u00e4ter an. \u201eBis die Vergangenheit mich einholt und es verbietet, spiele ich die Zukunft!\u201c Welche Zukunft verhandeln wir? Haben wir wirklich aus der Vergangenheit gelernt? Was setzen wir gerade jetzt wieder aufs Spiel? Von der s\u00fc\u00dflichen Idylle von Gasthaus, Ritterschloss und Dampferfahrt bleibt nicht viel \u00fcbrig, wenn Zeilen wie \u201eDas Sch\u00f6nste ist der Wassersport\u201c mit Original-Filmdokumenten von Europa den R\u00fccken kehrenden, \u00fcberf\u00fcllten Fl\u00fcchtlingsbooten bis zur Grenze des Ertr\u00e4glichen pervertiert werden. Das Lachen bleibt einem im Halse stecken, und vielleicht liegt genau hierin die Crux des vielzitierten Operetteneskapismus: \u201eLass uns die Welt vergessen\u201c \u2013 aber auch die Mitmenschen, mit der wir auf ihr leben? Am Ende sitzt Librettist Hugo Wiener in seinem Zufluchtsort Bogot\u00e1 an einem verstimmten Klavier und singt \u201eIm Prater bl\u00fch\u2019n wieder die B\u00e4ume\u201c.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile has-media-on-the-bottom has-background\" style=\"background-color:#eeeeee\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<div style=\"height:35px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>ST\u00dcCK<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Buch von Theu Boermans unter Verwendung von Text und Musik aus \u201eGru\u00df und Kuss aus der \u00adWachau\u201c (1938), Operette von Jara Bene\u0161, Hugo Wiener, Kurt Breuer und Fritz L\u00f6hner-Beda<br>Mit zus\u00e4tzlicher Musik von Arnold Sch\u00f6nberg, \u00adViktor Ullmann und Gustav Mahler sowie neu \u00adkomponierter Musik von Keren Kagarlitsky<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"747\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Vergessen_1938-747x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-9628\" style=\"width:226px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Vergessen_1938-747x1024.jpg 747w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Vergessen_1938-219x300.jpg 219w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Vergessen_1938-768x1053.jpg 768w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Vergessen_1938-1120x1536.jpg 1120w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Vergessen_1938-500x686.jpg 500w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Vergessen_1938-800x1097.jpg 800w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Vergessen_1938-870x1193.jpg 870w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Vergessen_1938-600x823.jpg 600w, https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Vergessen_1938.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 747px) 100vw, 747px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><strong>Musikalische Leitung<\/strong> Keren Kagarlitsky<br><strong>Inszenierung<\/strong> Theu Boermans<br><strong>Choreografie<\/strong> Florian Hurler<br><strong>B\u00fchnenbild<\/strong> Bernhard Hammer<br><strong>Kost\u00fcme<\/strong> Jorine van Beek<br><strong>Licht<\/strong> Alex Brok<br><strong>Video<\/strong> Arjen Klerkx<br><strong>Sounddesign<\/strong> Martin Lukesch<br><strong>Dramaturgie<\/strong> Peter te Nuyl<br><strong>Historische Beratung<\/strong> Marie-Theres Arnbom<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Alexander Kowalewski, Intendant<\/strong> Marco Di Sapia<br><strong>Ossip Rosental, Souffleur<\/strong> Andreas Patton<br><strong>Hugo Wiener,<\/strong> <strong>Autor<\/strong> Florian Carove<br><strong>Fritz L\u00f6hner-Beda, Librettist<\/strong> Carsten S\u00fcss<br><strong>Kurt Herbert Adler,<\/strong> <strong>Dirigent<\/strong> Lukas Watzl<br><strong>Kurt Hesky,<\/strong> <strong>Regisseur<\/strong> Jakob Semotan<br><strong>Leo Asch, B\u00fchne<\/strong> und Kost\u00fcm Szymon Komasa<br><strong>B\u00fchnenmeister<\/strong> Gerhard Ernst<br><strong>Hulda Gerin (Miss Violet)<\/strong> Johanna Arrouas<br><strong>Viktor Flemming (Graf Uli von K\u00fcrenberg)<\/strong> Ben Connor<br><strong>Fritz Imhoff (P\u00fcringer)<\/strong> Karl-Michael Ebner<br><strong>Trudl M\u00f6llnitz (Franzi) <\/strong>Theresa Dax<br><strong>Olga Zelenka (Resi) <\/strong>Sofia Vinnik<br><strong>Kathy Treumann (Anni)<\/strong> Julia Koci<br><strong>Walter Sch\u00f6del (Werkmeister)<\/strong> Nicolaus Hagg<br><strong>Frida Hechy (Witwe Aloisia Br\u00fcndl)<\/strong> Ulrike Steinsky<br><strong>Emil Kraus (Otto Binder)<\/strong> Sebastian Reinthaller<br><strong>Franz Hammer (Pepi Marisch, Brieftr\u00e4ger)<\/strong> Johannes Deckenbach<br><strong>Kurt Breuel (Graf Ulrich von K\u00fcrenberg) <\/strong>Kurt Schreibmayer<br><strong>Johanna Kreuzberger (Amalasvintha von K\u00fcrenberg) <\/strong>Regula Rosin<br><strong>Horst Jodl <\/strong>Robert Bartneck<br><strong>Fritz K\u00f6chl <\/strong>Axel Herrig<br><strong>Hans Frauendienst (Wirt Gl\u00f6ckerl)<\/strong> Thomas Sigwald<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ensemble<\/strong> Kilian Berger, Victoria Demuth, Oliver Floris, \u00adMichael Konicek, Benjamin Oeser, James Park, Marina \u00adPetkov, Jennifer P\u00f6ll, Philip Ranson, Rebecca Soumagn\u00e9, Anja \u0160truc, Anetta Szabo<\/p>\n\n\n\n<p>Orchester der Volksoper Wien<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Weitere Termine <\/strong>3. April 2024, Wiederaufnahme im April und Mai 2025 (<a href=\"https:\/\/www.volksoper.at\/produktion\/at-lass-uns-die-welt-vergessen-2023.de.html\" target=\"_blank\" aria-label=\"Infos und Termine auf der Website der Volksoper Wien (opens in a new tab)\" rel=\"noreferrer noopener\" class=\"ek-link\">Infos und Termine auf der Website der Volksoper Wien<\/a>)<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:100px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile has-media-on-the-top has-background\" style=\"background-color:#f6f6f6\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color\" style=\"font-size:22px\"><strong><strong><strong><strong>Dieser Artikel ist eine Leseprobe aus unserer Ausgabe M\u00e4rz\/April 20<\/strong><\/strong><\/strong>24<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/de\/product\/print-ausgabe-02-2024\/\" target=\"_blank\" aria-label=\" (opens in a new tab)\" rel=\"noreferrer noopener\" class=\"ek-link\">Print-Ausgabe bestellen<\/a><\/strong> | <strong><a href=\"https:\/\/www.orpheus-magazin.de\/de\/product\/pdf-ausgabe-02-2024\/\" target=\"_blank\" aria-label=\" (opens in a new tab)\" rel=\"noreferrer noopener\" class=\"ek-link\">PDF-Ausgabe bestellen<\/a><\/strong><\/p>\n<\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eWas w\u00fcrdest Du tun?\u201c: Zum 125. 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