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Oper international

Oper gibt es auf der ganzen Welt. Klar, werden Sie sich denken, das ist jetzt aber keine wahnsinnig spannende Erkenntnis. Wagner, Puccini, Verdi … jedes Opernhaus der Welt hat etwas davon im Programm. Das ist aber auch nicht gemeint, sondern wir haben uns – passend zur Urlaubszeit – auf eine etwas andere, eine multiethnische Opernreise gemacht.

Sie werden es bereits auf dem Titel entdeckt haben: Saudi-Arabien hat vor ­einigen Wochen eine „eigene“, arabische Oper auf die Bühne gebracht, und wie faszinierend es war, diese Vermischung der unterschiedlichsten Menschen und Musikstile unter dem Dach des Genres zu erleben, erzähle ich Ihnen in meiner Titelgeschichte. Wir haben uns dann ein wenig umgesehen, sind auf den reichen Schatz der lateinamerikanischen Oper gestoßen – und waren erstaunt, was wir alles noch nicht wussten. Unser Gastautor Dr. Lothar Kraft hat sich bereit erklärt, sein vor Kurzem erschienenes Standardwerk zu diesem Thema magazingerecht aufzubereiten. Dann gibt es noch ein ausführliches Portrait über Milo Rau, der zu Beginn seiner Festwochen-Intendanz mitten in Wien und im Sinne eines politischen Welttheaters eine „Freie Republik“ ausgerufen hat. Auch irgendwie ein unbekanntes Land, wenn Sie so wollen. Dass Düsseldorfs neuer, belarusischer Generalmusikdirektor Vitali Alekseenok regelmäßig und ganz real in die Ukraine reist, hat andere Gründe. Er sprach mit Dr. Ruth Renée Reif, warum es ihn immer wieder ins Kriegsgebiet zieht.

Und natürlich sind wir ebenfalls wieder viel verreist: nach Wien, um eine ­junge Operettenpreisträgerin zu küren, nach Berlin zum „Messeschlager ­Gisela“, noch einmal nach Wien zur mit Spannung erwarteten ersten Opernperformance von Florentina Holzinger, zu vielen anderen Premieren der letzten beiden Monate … und weil ich gerade dabei bin: Cordula Treml reist noch mit dem Ensemble Jupiter und Lea ­Desandre durch die Musikstile.

Jetzt ist aber gut. Alles wird nicht verraten, Sie sollen schon noch ein wenig selbst entdecken!

Herzliche Grüße, „gute Reise“ und einen schönen Sommer.


Ihre

Iris Steiner
Chefredakteurin

50 Jahre Leidenschaft …

Der „orpheus“ versteht sich als „Stimme“ der Musiktheaterwelt – als Medium für Opern-, Operetten- und Musicalfans und nicht zuletzt als hochwertiges Magazin mit einer eigenen Meinung, das mit spannenden und gut lesbaren Inhalten unterhält und informiert.


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