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Happy Birthday, „orpheus“!

50 Jahre sind für ein Opernmagazin eine lange Zeit, der Blick in unser Archiv spricht Bände: Zunächst in DIN A5 und im Schwarzweiß-Druck gestartet, erschien der „orpheus“ ab 1990 größer und in Farbe, zeitweise monatlich, dann wieder seltener. In manchen Jahren gab es ausführliche Beilagen, wie ein „Heft im Heft“, dann waren Umfang und Inhalt situativ wieder eher spärlich. Es war alles da in diesem „orpheus“-Leben, dessen erste Ausgabe im Januar 2023 genau 50 Jahre her ist. Benannt nach dem größten Sänger der griechischen Mythologie, wurde der „orpheus“ ein sehr lebendiges Individuum, ein „Charakter“ mit Höhen und Tiefen.

„Wir wollten immer über den Tellerrand hinausschauen, das war eine Kernidee des Magazins“, erzählte mir vor Kurzem der langjährige Chefredakteur Geerd Heinsen, der 1982 zum Gründungsteam um Herausgeber Clauspeter Koscielny stieß. Seit Mai 2015 ist der „orpheus“ nun bereits ein Teil meines Lebens, mit Hilfe des Münchner MuP Verlags gelang der Relaunch, seit 2018 agieren wir im Eigenverlag. Wir sind und bleiben ein kleines, aber unbedingt „feines“ und unterhaltsames Printmagazin für alle, die Musiktheater lieben. Auch nach 50 Jahren ist der „orpheus“ das, was er von Beginn an war: ein offener, neugieriger, flexibler und in Zukunft mehr und mehr generationsübergreifender Beobachter. „Wir glauben, daß dieses Blatt heute gebraucht wird, vom Publikum wie vom Künstler“, schrieb Clauspeter Koscielny 1973 ins erste Editorial. Dem ist auch 2023 nichts hinzuzufügen.

Ich wünsche Ihnen und uns ein glückliches, gesundes und friedvolles neues Jahr!



Ihre
Iris Steiner
Chefredakteurin

50 Jahre Leidenschaft …

Der „orpheus“ versteht sich als „Stimme“ der Musiktheaterwelt – als Medium für Opern-, Operetten- und Musicalfans und nicht zuletzt als hochwertiges Magazin mit einer eigenen Meinung, das mit spannenden und gut lesbaren Inhalten unterhält und informiert.


Unsere aktuelle Ausgabe Januar/Februar 2023 online bestellen: Print-Ausgabe | PDF-Ausgabe

Aktuell

Rezensionen

  • Zwei Engel und eine Chuzpe
    Augsburg / Staatstheater Augsburg (Februar 2023)
    Europäische Erstaufführung von Du Yuns „Angel’s Bone“
  • Zweimal verlassen, zweimal Elend
    München / Bayerische Staatsoper (Januar 2023)
    Krzysztof Warlikowski koppelt Purcell mit Schönberg
  • Queer und tieftraurig
    Erfurt / Theater Erfurt (Januar 2023)
    Deutsche Erstaufführung von Mark Simpsons Gay-Club-Oper „Pleasure“
  • Im falschen Gewand
    Schwerin / Mecklenburgisches Staatstheater (Januar 2023)
    Christa Wolfs vielschichtige Erzählung „Der geteilte Himmel“ als Musical
  • Globale Ermüdung
    Lyon / Opéra de Lyon (Dezember 2022)
    Bernsteins „Candide“ musikalisch souverän und szenisch leerlaufend
  • Lustig ist das „Zigeuner“-Leben?
    Poznań / Teatr Wielki im. Stanisława Moniuszki (Dezember 2022)
    Eindringliche Bearbeitung von Moniuszkos „Jawnuta“